Argentinien in 21 Tagen: komplette Route, Tipps & Sehenswürdigkeiten

Argentinien in 21 Tagen: komplette Route, Tipps & Sehenswürdigkeiten

11 december 2025 in Argentinien0 reacties

Es ist ein riesiges und außergewöhnliches Land in Südamerika. Argentinien besucht man nicht einfach so. Von der bekannten Tangomusik und kolonialer Geschichte bis hin zu endlosen Ebenen, Gletschern und ikonischen Bergen.

In unserem Stadtführer nehmen wir dich mit auf eine 21-tägige Reise, sorgfältig ausgearbeitet und perfekt für alle, die die schönsten Highlights und versteckten Orte entdecken möchten. Du reist vom pulsierenden Buenos Aires bis hin zu den wilden Weiten Patagoniens. Hier erfährst du bereits mehr über die gesamte Route durch Argentinien.

Inhalt des Artikels

Auf Reisen nach Argentinien

Eine Reise nach Südamerika ist ein unvergessliches Abenteuer. Der Kontinent überrascht mit unberührter Natur, lebendigen Kulturen und exotischen Tieren, die man sonst nirgendwo sieht. Argentinien ist das schönste Beispiel dafür. Dieses Reiseziel fühlt sich an wie eine eigene Welt, von Gletschern und Wüsten bis hin zu bunten Städten.

️ Mit dem Flugzeug nach Buenos Aires

Die meisten Reisenden beginnen ihre Reise in Buenos Aires. Hier landet fast jeder internationale Flug, und von dieser Stadt aus kann man buchstäblich in alle Richtungen aufbrechen. Buenos Aires ist nicht nur der Ausgangspunkt der Reise, sondern ein Ziel an sich. Die Stadt taucht dich sofort in die argentinische Atmosphäre und Kultur ein, bevor du den Rest des Landes erkundest.

Die Reiseroute auf der Karte

Schon neugierig auf den kompletten Roadtrip durch Argentinien? Auf der untenstehenden Karte findest du die vollständige Rundreise von Buenos Aires in den Norden des Landes:

Tag 1: Buenos Aires

Willkommen in Buenos Aires! Die Hauptstadt Argentiniens versetzt dich sofort in lateinamerikanische Stimmung. Deine ersten Tage verbringst du in historischen Vierteln, bunten Nachbarschaften und entlang des Wassers. Hier sind zwei Highlights, die du auf keinen Fall verpassen solltest:

Puerto Madero & Reserva Ecológica Costanera Sur

Beginne deine Erkundung an der modernen Wasserfront von Buenos Aires. In Puerto Madero schlenderst du an hohen Türmen, Stahl-Fußgängerbrücken und erneuerten Hafenhäusern vorbei, die heute Restaurants und Galerien beherbergen. Das ist die eleganteste, futuristischste Seite der Stadt, ein schöner Kontrast zu dem, was später kommt. Am Rand des Viertels liegt die Reserva Ecológica Costanera Sur, ein unerwartetes Naturschutzgebiet am Stadtrand. Hier wandelst du zwischen Schilfgebieten, vogelreichen Teichen und Aussichtspunkten über den Río de la Plata. Die Skyline hinter dir, die Natur vor dir: Das ist Buenos Aires von seiner besten Seite.

La Boca & Caminito

Am Nachmittag tauchst du in das bunteste Viertel von Buenos Aires ein: La Boca. Das Viertel ist bekannt für seine knallbunten Häuser, Straßenkunst, seine alte Hafenvergangenheit und die berühmte Straße Caminito. Es ist touristisch, aber auch lebendig, kreativ und voller Energie. So siehst du sofort die zwei Gesichter von Buenos Aires: modern und historisch. Der perfekte Start für deine Reise durch Argentinien.

Tag 2: Mar del Plata

Nach dem hektischen Trubel in Buenos Aires reisen Sie weiter an die Atlantikküste. Der nächste Halt ist der bekannteste Badeort Argentiniens: Mar del Plata. Von Stränden bis hin zu einer faszinierenden Geschichte hier gibt es viele schöne Orte zu entdecken:

Strände & Boulevards

Mar del Plata verfügt über mehr als 47 Kilometer Küstenlinie, was man überall spürt. Beginnen Sie Ihren Tag mit einem Spaziergang entlang der Rambla, wo Einheimische joggen, Mate trinken und die Meeresbrise genießen. Die beliebtesten Stadtstrände sind Playa Bristol, Playa Grande und Punta Iglesias.

Torresón del Monje

Auf einem Felsen über dem Meer thront der historische Torresón del Monje, ein neugotisches Gebäude aus dem Jahr 1904, das heute als Café und Aussichtspunkt dient. Ein stimmungsvoller Ort, um etwas zu trinken, während die Wellen gegen die Küste schlagen.

Gastronomie am Meer

Mar del Plata ist bekannt für seine frischen Fische und Meeresfrüchte. Perfekte Lokale zum Essen gehen sind zum Beispiel Lo de Tata, ein Familienrestaurant mit Fischspezialitäten, La Casa Vieja, das echte lokale Küche in gemütlicher Atmosphäre bietet, und Alito, ein Klassiker an der Promenade.

Tag 3: Bahía Blanca

Am dritten Tag reist du weiter entlang der Atlantikküste nach Bahía Blanca, eine bedeutende Hafenstadt, die als natürlicher Übergang zwischen dem fruchtbaren Binnenland und dem Beginn Patagoniens dient. Die Stadt selbst ist kein klassisches Touristenziel, aber eine interessante Station voller Geschichte, weit angelegter Plätze und maritimer Einflüsse. Es ist der ideale Ort, um eine Pause einzulegen, durch das Stadtzentrum zu spazieren und die Atmosphäre einer weniger bekannten, aber typisch argentinischen Stadt zu erleben.

Bahía Blanca verfügt über ein überraschend schönes Stadtzentrum mit breiten Alleen und historischen Gebäuden. Das Herz der Stadt bildet die Plaza Rivadavia, ein angenehmer Ort für den Beginn eines kurzen Stadtspaziergangs. Außerhalb des Zentrums liegt das Hafenviertel von Bahía Blanca. Hier findest du eine Mischung aus industriellen Kais und kulturellem Erbe. Für Kulturliebhaber gibt es das MAC, ein kleines, aber interessantes Museum für zeitgenössische Kunst. Es liegt zentral in der Stadt und ist perfekt für einen kurzen Besuch.

Tag 4: Choele Choel

Heute tauchen Sie wirklich in Patagonien ein und spüren bereits eine leichte Veränderung der Landschaft. Gerade wenn die Steppe beginnt, taucht Choele Choel als grüne Oase auf: eine fruchtbare "Insel" am breiten Río Negro. Die Stadt lebt im Rhythmus des Flusses. Pappelwälder, kleine Flussinseln und ruhige Strände verleihen diesem Ort eine angenehme, entspannte Atmosphäre.

Sie spazieren entlang der Ufer oder überqueren nach Isla 92, wo schattige Wege und ruhige Badeplätze zu Pausen einladen. Im Museo Regional erfahren Sie, wie dieses Tal im Laufe der Jahrhunderte ein Schnittpunkt indigener Kulturen, Kolonisten und Migranten aus Europa und Afrika war. Danach können Sie in die Valle Medio einfahren: eine sanft gewellte Landschaft voller Obstgärten und Weinberge, in der der Kontrast zwischen Fruchtbarkeit und Steppe fast unwirklich erscheint. Choele Choel ist sicherlich kein typischer Touristenmagnet, aber ein Ort, der Ihre Reise schön auflockert und Sie mit einem ruhigeren Stück Argentinien vertraut macht.

Tag 5: Neuquén

Die Reise führt weiter in die Stadt und gleichnamige Provinz Neuquén. Es ist die größte Stadt Nordpatagoniens und wirkt sofort anders als die vorherigen Stationen: moderner, lebendiger und mit einer Mischung aus Stadtleben, Flusslandschaft und Kultur. Hier schlägt das wirtschaftliche und kulturelle Herz der Region.

In Neuquén gibt es verschiedene Sehenswürdigkeiten. Ein Highlight ist das Museo Nacional de Bellas Artes Neuquén, ein Kunstmuseum. Es beherbergt eine Sammlung argentinischer Meister wie Berni und Quinquela Martín sowie temporäre Ausstellungen zeitgenössischer Künstler. Geschichtsinteressierte können das Museo Gregorio Álvarez besuchen, das sich auf die kulturelle und archäologische Geschichte der Region konzentriert. An den Ufern des Río Limay gibt es zahlreiche Wander- und Radwege.

Neuquén ist keine Stadt, in der man Tage verbringen würde, aber eine logische, komfortable und interessante Station auf dem Weg zum Seengebiet. Es bildet die perfekte Brücke zwischen Steppe und Anden, zwischen Wildnis und Ruhe.

Tag 6: Bariloche

Bariloche steht definitiv auch auf der Reiseliste, denn es ist eine der beliebtesten Destinationen Patagoniens. Die Stadt, auch bekannt als San Carlos de Bariloche, liegt am Fuße der Anden und ist umgeben von Seen und Wäldern im Nationalpark Nahuel Huapi. Dieser Ort vermittelt ein europäisches Flair wie in den Alpen, mit Schokolade, Bier und unzähligen Outdoor-Aktivitäten.

Man merkt schnell, dass Bariloche eine europäische Note hat. Die Stadt ist voll von Schokoladengeschäften und Mikrobrauereien. So langweilt diese Stadt garantiert nicht, und jeden Tag kann man sich an leckerem Essen und Trinken erfreuen. Möchtest du danach etwas Energie tanken? Dann lädt die Umgebung dazu ein, entdeckt zu werden. Ein absolutes Muss ist Circuito Chico: die schönste Fahrt entlang von Seen, Aussichtspunkten und Wäldern. Hier hält man am Cerro Campanario, Punto Panorámico und dem bekannten Llao Llao Hotel. Die Route kann man natürlich mit dem Auto abfahren, aber auch mit dem Fahrrad!

Außerdem findest du im Nationalpark Nahuel Huapi, übrigens einer der ältesten Parks Südamerikas, zahlreiche Wanderwege, Seen, Wälder und Aussichtspunkte. Wer Zeit hat, kann auch zum Cerro Otto oder Cerro Catedral fahren. Im Winter ist diese Gegend auch als Skigebiet bekannt. Und nach einem Tag in der Natur ist das Centro Cívico und die Altstadt perfekt für einen ruhigen Spaziergang. Es ist ein stimmungsvolles Zentrum voller Holzhütten, Cafés und Plätze.

Tag 7: Villa Pehuenia

Die Reise von Bariloche nach Villa Pehuenia ist lang, aber voller ikonischer Landschaften. Sie fahren durch den Norden Patagoniens. Dabei bewundern Sie unterwegs den berühmten Vulkan und enden an einem der charmantesten Orte der gesamten Region. Genießen Sie es in vollen Zügen, denn die Landschaften scheinen sich bei jeder Kurve zu verändern.

Stopp 1: San Martín de los Andes

Dies ist ein elegantes Bergstädtchen am Ufer des Lago Lacar und eine perfekte Pause während Ihrer Fahrt. San Martín ist bekannt für seine Holzhütten, gemütlichen Cafés und die entspannte Atmosphäre des Seengebiets. Der Halt eignet sich hervorragend für einen Spaziergang entlang der Uferpromenade, einen Kaffee mit Blick auf den See oder sogar eine kurze Wanderung zum Mirador Bandurrias.

Stopp 2: Parque Nacional Lanín

Nach San Martín fahren Sie in den weiten Lanín-Nationalpark, ein geschütztes Gebiet, das um einen beeindruckenden Mittelpunkt herum gestaltet ist: den Lanín-Vulkan. Dieser perfekt symmetrische Vulkan ragt 3.776 Meter über die Landschaft empor und ist eine der markantesten Silhouetten Patagoniens. Unterwegs passieren Sie Seen wie den Lago Huechulafquen, Flüsse mit kristallklarem Wasser und Wälder voller Araukarienbäume.

Endpunkt: Villa Pehuenia

Nach der langen Fahrt erreichen Sie Villa Pehuenia, ein Dorf, das noch immer wie ein gut gehütetes Geheimnis wirkt. Dieser Ort nahe der chilenischen Grenze ist noch nicht von Touristen überlaufen. Er liegt an den Ufern des Lago Aluminé und Lago Moquehue, zwei Seen mit kleinen Stränden, versteckten Buchten und Blick auf die umliegenden Berge.

Die Atmosphäre ist hier ruhig und intim, mit Holzhäusern, lokalen Restaurants, handwerklichen Bierbrauern und natürlich den schönsten Ausblicken auf den See und die Berge. Wie sieht Ihr Tag in Villa Pehuenia aus? Ganz einfach! Spaziergänge entlang der Seen, Kajakfahren in den flachen Buchten, Entspannen am Strand und den Tag mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang ausklingen lassen. Es ist definitiv einer der ruhigsten und fotogensten Orte Patagoniens.

Tag 8: Malargüe

Malargüe ist ein besonderer Ort. Diese ruhige Stadt im Süden von Mendoza ist umgeben von vulkanischen Ebenen, bizarren Felsformationen und einer endlosen Pampa, die an die Anden grenzt. Wenn Sie Natur mit einem Hauch von Abenteuer lieben, ist dies der perfekte Halt für Sie.

Ein kurzer Abstecher außerhalb der Stadt führt Sie zu einigen faszinierendsten Landschaften der Region. Der Malacara-Vulkan ist ein ausgebrochener Vulkan, durch den Sie schmale, fast außerirdisch wirkende Canyons erkunden können. Nicht weit entfernt liegt die Caverna de las Brujas, ein Höhlensystem, das nur mit einem Führer besichtigt werden darf. Im Inneren erwartet Sie eine unterirdische Welt aus Stalaktiten, weiten Hallen und schmalen Durchgängen.

Tag 9: Barreal

Heute fahren Sie in die Provinz San Juan und erreichen Barreal, einen der magischsten Orte Argentiniens. Hier beherrscht die Cordillera de los Andes die Landschaft, mit trockenen Flussbetten, Lehm-Dörfern und einer unvorstellbaren Stille. Aber was können Sie hier alles unternehmen?

  • Pampa del Leoncito ist eine weiße, knochentrockene Ebene, auf der Windkraftanlagen und astronomische Teams üben. Hier fühlt man sich, als wäre man auf einem anderen Planeten.
  • Parque Nacional El Leoncito ist einer der besten Orte der Welt zum Sternegucken, dank der reinsten Luft Argentiniens.
  • Das Dorf Barreal besticht durch Lehmwände, ruhige Straßen, Pappeln und Ausblicke auf eine Bergwand, die abends rosa leuchtet.
Entdecken Sie die schönsten Städte Argentiniens! An diesem Tag kommen Sie auch in die Nähe von Mendoza, einer der bekanntesten Städte des Landes. Dieser Ort ist berühmt für seine charmanten Straßen, Terrassen und die weltberühmten Malbec-Weine. Möchten Sie noch mehr Städte entdecken? Lesen Sie hier weiter.

Tag 10: Nationalpark Talampaya

Von hier aus reisen Sie tiefer in die Wüste hinein, zu einer der beeindruckendsten Landschaften Argentiniens. Talampaya ist UNESCO-Welterbe, und das hat seinen Grund. Die rot gefärbten Canyonwände, die über Jahrhunderte durch Wind und Wasser geformt wurden, gehören zu den spektakulärsten geologischen Formationen des Kontinents.

Talampaya ist nicht nur schön, sondern auch eine bedeutende archäologische und paläontologische Zone. In diesen trockenen Tälern wurden Fossilien von einigen der ältesten Dinosaurier der Welt gefunden. Vor allem aber ist es ein Ort der Stille: der Wind, einige Raubvögel und sonst nichts. Das Herz des Parks bildet die Cañón de Talampaya, wo 150 Meter hohe rote Klippen senkrecht emporragen. Das Naturreservat kann nur im Rahmen einer offiziellen Führung betreten werden, sei es mit dem Bus, Truck oder Fahrrad. Die Routen starten am Haupteingang. Dabei sehen Sie unter anderem noch Felsformationen wie El Monje und Los Reyes Magos.

ÜBERNACHTUNGSTIPP: Wer Talampaya und die Umgebung wirklich in Ruhe erleben möchte, übernachtet am besten bei El Chiflón Posta Pueblo. Diese charmante Unterkunft liegt mitten in unberührter Natur. Mehr Infos und Buchung.

Tag 11: El Shincal de Quimivil

Die Route nach El Shincal de Quimivil ist eine historische Strecke mit bemerkenswerten archäologischen Stätten. Nach den roten Canyons und Mondlandschaften von La Rioja und Catamarca gelangt man zwischen niedrigen, grünen Hügeln und einem vollständig erhaltenen Inka-Komplex.

Diese Stätte war eine Art regionales Machtzentrum des Reiches, verbunden mit dem Qhapaq Ñan, dem riesigen Straßennetz in den Anden. Heute ist sie ein Freilichtmuseum, in dem noch Überreste vergangener Zeiten sichtbar sind. So sieht man den zentralen Platz, auf dem Zeremonien abgehalten wurden, Treppenstrukturen auf den Hügeln und astronomische Orte. Die Ruinen können täglich besichtigt werden, ein Besuch dauert etwa 2 Stunden. Tragen Sie feste Schuhe und nehmen Sie Sonnencreme mit, da Schatten begrenzt sind.

Tag 12: Cafayate

Nach der rauen Natur und den archäologischen Stätten der vergangenen Tage kommst du heute nach Cafayate, einem wirklich charmanten Dorf im Nordargentinien. Hier fühlt sich alles angenehm an: das Klima, die Farben, die Atmosphäre. Es ist warm und trocken, und die Weinberge glitzern in der Sonne. Cafayate ist das Herz der Valles Calchaquies und vor allem bekannt für eines: hochwertigen Wein.

Cafayate verfügt über einen der außergewöhnlichsten Mikroklimata für Wein in der Welt. Das Tal liegt hoch (1.600 Meter), ist tagsüber warm, nachts frisch und fast immer trocken. Das sorgt für Trauben mit intensiven Aromen und viel Geschmack. Die typischste Rebsorte der Region ist Torrontés, ein aromatischer Weißwein mit Duft von Pfirsich, Blumen und Zitrusfrüchten. Natürlich kannst du ihn in den schönsten Weingütern der Gegend verkosten. Doch Cafayate hat mehr zu bieten als nur Wein! Der Plaza Central ist ein hübscher Dorfplatz, und du kannst handgemachtes Eis probieren. Oder mache einen schönen Spaziergang durch die Felder oder in Richtung der Felsformationen außerhalb des Dorfes.

Tag 13: Salta

Salta ist die charmante Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Salta ist der perfekte Ort, um im Nordwesten eine Pause einzulegen: eine Stadt, die Geschichte, Kultur und Gastronomie vereint und für entspannte Momente sorgt. Hier sind einige schöne Orte, die du unbedingt besuchen solltest:

  • Plaza 9 de Julio ist das lebendige Herz der Stadt. Rund um den Platz befinden sich koloniale Gebäude, Museen, Cafés und die ikonische Catedral Basílica de Salta in ihrem zartrosa Farbton. Schlendere hier entlang, trinke einen Kaffee unter den Arkaden und genieße die entspannte Atmosphäre.
  • MAAM ist das Museum für Hochgebirgsarchäologie und eines der beeindruckendsten Museen des Landes. Hier entdeckst du die Welt der Inka, darunter die berühmten Kinder von Llullaillaco, perfekt erhaltene Mumien, die zeigen, wie hoch die Opfergaben in der Inka-Kultur waren. Eindringlich und unvergesslich.
  • Cerro San Bernardo bietet dir den schönsten Ausblick über die Stadt. Nimm die Seilbahn zum Cerro San Bernardo für Panoramablicke über Salta und die umliegenden Täler. Wer möchte, wandert ganz nach oben über Treppen, die sich zwischen tropischem Grün emporwinden.
  • Gastronomie: Salta ist bekannt für ihre salteñischen Empanadas. Sie sind hier kleiner, saftiger und würziger als anderswo. Am Abend kannst du zu einer Peña gehen: ein folkloristischer Abend mit Live-Musik, lokalen Tänzen und traditionellen Gerichten.

STADTFÜHRUNG: Erkunde gemeinsam mit einem Guide das historische Stadtzentrum, besichtige historische Gebäude und tausche dich über Kultur, Tradition, Gastronomie und Geschichte aus. Mehr Infos und Tickets.

Tag 14: Sáenz Peña

Am 14. Tag tauchen Sie tiefer in die argentinische Provinz Chaco ein, eine Region, die nur wenige Reisende auf ihrer Route besuchen. Dennoch verspricht der Tag schön zu werden. Sáenz Peña, wie hier alle kurz nennen, ist eine mittelgroße Stadt, die vom Rhythmus von Baumwolle, Landwirtschaft und dem warmen Wetter lebt. Hier spürt man das Inland: breite Alleen, ruhige Viertel und Stände mit lokalen Produkten.

Sáenz Peña ist vor allem bekannt für seine Thermalquellen. Unter der Stadt fließt mineralreiches Wasser, das durch tiefe Schichten nach oben steigt und entspannende sowie heilende Eigenschaften besitzt. Die warmen Bäder sind der Treffpunkt der Stadt: Sowohl Reisende als auch Einheimische kommen hier zusammen, um der Hitze zu entfliehen und im Wasser zu heilen. Obwohl es keine klassische Touristenstadt ist, bietet Sáenz Peña einen faszinierenden Einblick in das tägliche Leben Nordargentinens. Außerdem gibt es einfache Restaurants mit wertvollen regionalen Gerichten, kleine Museen und Handwerksläden.

Termas De Sáenz Peña: Eines der schönen Kurorte in der Stadt. Mehr erfahren.

Tag 15: Posadas

Weiter östlich liegt Posadas, eine entspannte Stadt am Ufer des Río Paraná. Hier fühlt es sich sofort tropischer an: wärmere Luft, Palmen entlang der Uferpromenade und eine sanfte Flussbrise, die der Stadt eine fast küstenähnliche Atmosphäre verleiht. Unterwegs passieren Sie zwei bunte Städte, Resistencia und Corrientes, voller Streetart und Brücken über weite Flüsse. Die Skyline von Corrientes bei Sonnenuntergang ist eine kleine Überraschung auf der Route.

In Posadas selbst ist die Costanera der perfekte Ort, um den Abend zu verbringen. Jogger, Familien, Musik, Terrassen hier pulsiert das Leben rund um den Fluss. Posadas ist der ideale Ausgangspunkt, um die Iberá-Sümpfe zu erkunden. Das ist eines der größten Naturschutzgebiete Südamerikas und ein Paradies für Wildtiere. Hier spürt man definitiv eine andere Atmosphäre im Nordosten. Rote Erde, tropisches Grün und schon ein Hauch Paraguay.

Tag 16: Iguazú-Nationalpark

Die Route von Poasadas nach Iguazú ist tropisch. Die Landschaft verändert sich und lässt dich schon von den bekannten Wasserfällen träumen. Doch zunächst gibt es noch einige wunderschöne Zwischenstopps voll kulturellem Erbe und ökologischen Wundern.

Unterwegs liegen die Ruinen von San Ignacio Miní, eines der am besten erhaltenen Jesuitenmissionenkomplexe Argentiniens. Die roten Ziegelmauern, der Dschungel und die Geschichte dieses Ortes sind einen Besuch wert. Es ist ein Muss, wenn du durch Misiones reist.

Danach ist es Zeit für eine erste Begegnung mit dem Parque Nacional Iguazú. Noch nicht die Wasserfälle, das ist für morgen! Heute kannst du schon eine leichte Version machen: das Selva Interpretationszentrum, kleine Wanderungen durch den Dschungel und Aussichtspunkte, die dich auf das kommende Spektakel vorbereiten.

Tag 17: Iguazu-Wasserfälle

Heute erwarten Sie die beeindruckendsten Naturwunder der Welt: die Iguazú-Wasserfälle. Dies ist der Moment, in dem Sie den Dschungel betreten und Dutzende von Wasserfällen zwischen leuchtend grünem Tropenwald stürzen sehen. Die Kraft, der Nebel, das Geräusch es bleibt ein Erlebnis, das Sie nie vergessen werden. Heute erkunden Sie zwei Wanderwege, jeder mit einer anderen Perspektive:

Lower Circuit (Circuito Inferior)

Dieser Weg bringt Sie näher ans Wasser, durch ein Netzwerk von Pfaden und Plattformen tief im Tal. Sie spüren den Nebel auf dem Gesicht, stehen fast unter einigen Wasserfällen und genießen herrliche Ausblicke nach oben auf die Klippen. Es ist eine abwechslungsreiche Route: Dschungel, Wasser, Vögel, Schmetterlinge und viele Fotomöglichkeiten. Der Lower Circuit ist ideal, um die Kraft der Iguazú-Wasserfälle wirklich zu spüren.

Upper Circuit (Circuito Superior)

Der Upper Circuit bietet das Panorama-Perspektive: Sie wandern oberhalb entlang, über Stahlpfade, die an der Kante der Wasserfälle hängen. Sie blicken direkt in die Schlucht. Die Wasserfälle erscheinen breiter und übersichtlicher. Der Sonnenaufgang oder die frühen Morgenstunden sind hier phänomenal. Der Upper Circuit zeigt die Größe, die Breite und die Eleganz von Iguazú. Er ist die perfekte Ergänzung zum Lower Circuit.

Tag 18: Santo Tomé

Heute geht es nach Osten, und die Landschaft wird noch grüner, feuchter und tropischer. Santo Tomé ist eine entspannte Grenzstadt am Río Uruguay, in der das Leben langsam fließt und die Einheimischen stets bereitstehen. Es ist ein Ort, an dem man kurz durchatmen kann, bevor man wieder in den Dschungel eintaucht.

Was kann man in und um Santo Tomé unternehmen?

Besuche unbedingt zuerst Oberá, eine besondere Stadt, in der sich zahlreiche Migrationskulturen vereinen: von ukrainischen und japanischen Gemeinschaften bis hin zu deutsch-argentinischen Kolonien. Erkunde auch den Parque de las Naciones, probiere lokale Gebäckstücke aus verschiedenen Küchen oder spaziere durch die grünen Parks rund um das Stadtzentrum. Und in Santo Tomé?

  • Spaziergänge entlang des Río Uruguay bei Sonnenuntergang
  • Entspannung im ruhigen Stadtzentrum
  • Die lokale Küche entdecken (viel Fisch, viel Einfachheit, viel Geschmack)
  • Sich auf die Fahrt nach Brasilien oder zurück ins Landesinnere vorbereiten

Tag 19: Concordia

Heute fahren Sie nach Concordia, eine ruhige Stadt am Ufer des Río Uruguay, bekannt für ihre Thermalquellen, Zitrushaine und entspannte Atmosphäre. Es ist ein Ort, an dem Sie sich nach der langen Reise noch etwas erholen können. Besonders bei Aktivitäten wie den Thermas de Concordia.

Die Stadt ist berühmt für ihre Thermalbäder. Solche Bäder sind perfekt für einen ruhigen, wohltuenden Nachmittag im warmen Wasser mit Blick auf die grüne Umgebung. Nach einer so ausgedehnten Reise haben Sie diese Entspannung wirklich verdient! Die Flusspromenade ist ideal für einen Abendspaziergang, und wenn Sie etwas Kultur schnuppern möchten, halten Sie beim Museo de Artes Visuales.

Tag 20: Colón

Heute fährst du ostwärts nach Colón, eine charmante Stadt am Uruguay-Fluss. Doch das wahre Highlight liegt direkt vor deinem Endziel: der Parque Nacional El Palmar, eines der außergewöhnlichsten Naturschutzgebiete Argentiniens.

Die alte Palmen-Savanne

Etwa 50 Kilometer vor Colón biegst du ab, um zum Parque Nacional El Palmar zu gelangen. Dieser Nationalpark schützt fast 8.500 Hektar Yatay-Palmen. Früher sah man diese Bäume überall, doch heute kommen sie kaum noch vor. Die Butia yatay-Palmen können mehr als 300 Jahre alt werden und bis zu 18 Meter hoch wachsen. Zwischen den wiegenden Baumkronen verlaufen Wanderwege, Radstrecken und Reitpfade. Es ist eine sanft gewellte, warme Landschaft, die fast an Afrika erinnert. Der Sendero El Mollar ist eine schöne Route, und du kannst auch wilde Tiere zwischen den Büschen oder am Wasser beobachten.

Tag 21: Buenos Aires

Nach drei intens schönen Wochen durch ganz Argentinien, von Patagonien bis zu den Anden, von Weingütern bis zum Dschungel, kehrst du heute zurück nach Buenos Aires. Hier kannst du noch einmal das argentinische Leben genießen. Hier kannst du noch einmal lecker essen gehen oder die Dinge tun, die zu Beginn deiner Reise nicht auf dem Plan standen.

Die Route führt dich durch Dörfer, landwirtschaftliche Flächen und langsam näher an den Río de la Plata heran. Doch es gibt noch einen letzten Halt, der die Fahrt besonders macht: Gualeguaychú, die lebendige Stadt am gleichnamigen Fluss. Sie liegt etwa auf halber Strecke zwischen Colón und der Hauptstadt und ist bekannt für etwas, worauf die Argentinier sehr stolz sind: den Carnaval del País. Selbst außerhalb der Karnevalszeit spürt man, dass dies eine Feststadt ist. Das riesige Korsódromo, eine speziell gebaute Parade-Arena, ist beeindruckend anzusehen und kann das ganze Jahr über besucht werden.

In Buenos Aires kannst du noch einen letzten Abend mit einem guten Essen, einem abendlichen Spaziergang durch Palermo oder einem ruhigen Abschluss am Wasser von Puerto Madero verbringen. Lust auf einen aktiven Tag? Dann kannst du jederzeit unsere Stadtführung machen.

STADTFÜHRUNG: Hier kannst du unsere komplette Stadtführung durch Buenos Aires ansehen, mit einer klaren Routekarte und den schönsten Stopps. Hier weiterlesen.

Geschreven door

Jordi De Smedt

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