Die 11 schönsten Städte Argentiniens: von pulsierenden Metropolen bis hin zu versteckten Juwelen

Die 11 schönsten Städte Argentiniens: von pulsierenden Metropolen bis hin zu versteckten Juwelen

9 december 2025 in Argentinien0 reacties

Ein Land voller Kontraste, in Argentinien findet man alles. Von Tango auf alten Plätzen bis zu Gletschern im Süden und bunten Hügelstädten im Norden. Doch zwischen all dieser atemberaubenden Landschaft liegen Städte, die die Reise wirklich lohnenswert machen.

Wir nehmen dich mit von dem kosmopolitischen Buenos Aires zu den Andenpässen von Mendoza, von Saltas kolonialem Charme bis zur patagonischen Ruhe in Bariloche. Unterwegs halten wir auch an überraschenden Orten wie Ushuaia, Tilcara oder sogar im relativ unbekannten Trelew.

Inhalt des Artikels

Argentinien und seine Städte

Das südamerikanische Land ist ein Flickenteppich aus Kulturen, Akzenten und Landschaften, was sich nirgendwo deutlicher zeigt als in seinen Städten. Von Tango und Fußball bis hin zu europäischer Architektur mit lateinamerikanischem Temperament. Es sind die zahlreichen Städte, die die Seele Argentiniens am besten erzählen. Jede Stadt ist ein Teil einer langen, unruhigen, aber äußerst faszinierenden Geschichte. In diesem Artikel reisen wir zu den wichtigsten Orten und lesen mehr über die Sehenswürdigkeiten und den Aufstieg der schönsten Städte.

Vom eleganten und modernen Buenos Aires und den kolonialen Plätzen Saltas bis hin zu dem neu gestalteten Mendoza, das nach dem Erdbeben von 1861 wieder aufgebaut wurde. Auch La Plata sticht hervor mit ihrer perfekten Geometrie und breiten Boulevards. In jeder Stadt tauchen überraschende Geschichten auf: So ist Rosario die Geburtsstadt von Messi und der argentinischen Flagge, Ushuaia war einst ein strenges Straflager und Bariloche erinnert an die Schweiz mit Chalets und Schokolade.

Im Norden erzählen Tilcara und Tucumán noch die Geschichte der Inkas, während man in Patagonien walisische Teehäuser und alte Dinosaurier entdeckt. Argentinische Städte bilden so eine bunte Mischung aus Kulturen und Charakteren.

Die schönsten Städte auf der Karte

Das zweitgrößte Land Südamerikas beherbergt wunderschöne Städte von Norden bis Süden. Auf der untenstehenden Karte siehst du sofort, wo die schönsten und wichtigsten Städte liegen:

  1. Buenos Aires

Buenos Aires ist eine Stadt, in der europäische Eleganz und lateinamerikanischer Charme aufeinandertreffen. Die breiten Boulevards, Buchhandlungen und Parks machen die Stadt zu einer kreativen, manchmal chaotischen und stets lebendigen Metropole. Entdecken Sie die vielfältigen Stadtviertel und lernen Sie die Hauptstadt Argentiniens in all ihren Facetten kennen.

Die Stadt in Kürze

Region: Großraum Buenos Aires
Einwohner: ca. 3 Millionen
Bekannt für: Tango, Theater, europäische Architektur, Cafés
Gegründet: 1536 (endgültig 1580)
️ Must-see: San Telmo, Recoleta, La Boca, Palermo
Interessante Tatsache: Es gibt mehr Buchhandlungen pro Einwohner als in jeder anderen Stadt der Welt

Buenos Aires ist eine Hauptstadt mit vielen vielfältigen Vierteln. Im Stadtteil San Telmo schlendern Sie beispielsweise zwischen Antiquitätenläden, Milongas und Straßen, die an die Kolonialzeit erinnern. Im Viertel Recoleta fühlt es sich dagegen anders an, mit prächtigen Fassaden und zahlreichen bedeutenden Sehenswürdigkeiten. Hier finden Sie verschiedene Museen, Paläste und den berühmten Friedhof. Und wenn Sie den Trubel der Stadtviertel einmal satt haben, können Sie in der Reserva Ecológica Costanera Sur entspannen. Dieses Naturgebiet am Meer ist perfekt für einen Spaziergang und um kurz zur Ruhe zu kommen.

In La Boca taucht man ein in eine bunte und lebendige Welt. Hier spürt man den Stolz auf den Fußball und die kreative Seite der Stadt. Wenn man dann wieder in eine ganz andere Richtung geht, genießt man eine elegante Kreativität. Das trendige Palermo bietet schöne Concept Stores, Cocktailbars und gepflegte Parks. Die Stadt ist so gleichzeitig nostalgisch und zukunftsorientiert. Hier vereinen sich Literatur, Fußball, Steakhäuser und klassische Tangomusik mit einem modernen Flair. Buenos Aires überrascht immer wieder, selbst wenn man schon öfter hier war.

  1. Salta

Salta wird nicht umsonst die schöne La Linda genannt. Diese Stadt im Nordwesten Argentiniens verbindet koloniale Eleganz mit mediterranem Flair. Unter den rosafarbenen Kuppeln ihrer Kirchen, auf den Terrassen rund um den zentralen Platz und in den engen Gassen spürt man noch immer den Rhythmus einer alten, stolzen Kultur.

Die Stadt im Überblick

Region: Nordwest-Argentinien (Provinz Salta)
Einwohner: ca. 625.000
Gegründet: 1582
Bekannt für: koloniale Architektur, Kirchen, salteñische Empanadas, Täler
Must-do: Seilbahn zum Cerro San Bernardo
Interessante Tatsache: Salta besitzt eines der am besten erhaltenen kolonialen Zentren Südamerikas

Salta ist auf den ersten Blick ganz anders als die überwältigende Hauptstadt. Diese nordlich gelegene Stadt hat ebenfalls eine beachtliche Einwohnerzahl, doch die Zeit scheint hier etwas langsamer zu vergehen. Der Plaza 9 de Julio ist der zentrale Platz, an dem du deinen Besuch beginnen kannst. Hier findest du gemütliche Cafés, Museen und spürst sofort das koloniale Flair der Stadt. Außerdem kannst du die wunderschöne Catedral Basilica und das Cabildo besichtigen. So hast du gleich mehrere Sehenswürdigkeiten an einem Ort.

Doch Salta ist mehr als nur Geschichte. Du kannst zum Beispiel mit der Seilbahn zum Cerro San Bernardo fahren und eine atemberaubende Aussicht genießen. Und außerhalb der Stadt warten spektakuläre Straßen und Dörfer in der weiten Natur. Am Abend füllt sich die Stadt mit Livemusik, Tanz und köstlichem Essen. Diese warme, lokale Atmosphäre wirst du nirgendwo anders so spüren wie in Salta. Hier verschmelzen Tradition und moderne Kultur ganz natürlich.

  1. Mendoza

Im Westen des Landes liegt Mendoza. Diese Stadt ist bekannt für die Anden, sonnenverwöhnte Weinberge und städtische Ruhe. Hier kosten Sie die legendären Weine des Landes und spazieren durch die schönsten Parks.

Die Stadt im Überblick

Region: West-Argentinien, Provinz Mendoza
Einwohner (Provinz): ca. 1,5 Millionen
Gegründet: 1561
Bekannt für: Weinproduktion (vor allem Malbec), Weinberge, Anden-Hintergrund, entspannte Atmosphäre
Interessante Tatsache: Mendoza liegt in der größten Weinregion Südamerikas, und fast 70 % der argentinischen Weinproduktion stammt hier.

Mendoza ist nicht nur die Weinhauptstadt Argentiniens, sondern auch eine Stadt mit beeindruckender Natur und wunderschönen Parks. Sie spazieren hier durch breite Straßen, können alte Boutiquen besuchen und die Ruhe im Parque General San Martín genießen. Natürlich darf Wein bei einer Städtereise nicht fehlen. Das trockene Klima, das Schmelzwasser der Anden und jahrhundertealte Bewässerungssysteme haben hier eine fruchtbare Gegend geschaffen. Besuchen Sie also unbedingt eines der Weingüter und kosten Sie die argentinischen Aromen.

Für alle, die mehr suchen: Die Ausläufer der Anden bieten Wanderungen, Rafting, Berge und Naturerlebnisse, die sich perfekt mit einer entspannten Zeit in der Stadt verbinden lassen. Man muss also nicht nur in einem Weingut verweilen, und die Thermalquellen bei den Termas de Cacheuta sowie der Aconcagua Provincial Park sind schöne Alternativen. Die Anden sind eine beeindruckende Region zum Entdecken, und Mendoza ist der ideale Ort dafür. Verbringen Sie daher einige Tage in der Weinstadt und lassen Sie sich von der Region verzaubern.

  1. Córdoba

Córdoba liegt im Tal zwischen den Sierras Chicas und entlang des Flusses Suquía. Es ist die zweitgrößte Stadt Argentiniens und liegt zentral im Land. Es ist eine echte Studentenstadt, voller Atmosphäre und Geselligkeit. Córdoba ist nicht nur hip, sondern man entdeckt auch ein schönes historisches Zentrum.

Die Stadt im Überblick

Region: Provinz Córdoba, Zentral-Argentinien
Einwohner: ca. 2,1 Millionen
Gegründet: 1573
Bekannt für: koloniale Architektur, historische Gebäude, Studentenleben, grüne Parks, kulturelle Vielfalt
Interessante Tatsache: Die Stadt beherbergt die zweälteste Universität Südamerikas und steht auf der UNESCO-Liste

Córdoba ist der Beweis, dass Argentinien nicht nur atemberaubende Natur zu bieten hat, sondern auch anspruchsvolle Städte mit Tiefe, Geschichte und bei jungen Leuten beliebt sind. Die reiche Geschichte und die Jugendlichkeit machen Córdoba zu einem tollen Reiseziel. Obwohl die Stadt viele Einwohner hat, wirkt alles weniger hektisch. Auch der Tourismus ist hier noch nicht vollständig entfaltet. Und direkt außerhalb der Stadt erwarten dich wunderschöne Hügel und charmante Dörfer für eine perfekte Abwechslung.

In Córdoba selbst gibt es viel zu entdecken. Die Stadt bietet zahlreiche beeindruckende Orte und Erlebnisse. Besonders empfehlenswert sind die Manzana Jesuítica und die historische Altstadt. Sie zählt zu den am besten erhaltenen kolonialen Vierteln Lateinamerikas. Hier bewundern Sie alte Universitätscampusse, Kirchen und Klöster. Das lebendige Zentrum, der Plaza de San Martín, ist ebenfalls ein Muss während Ihrer Reise. Auf diesem Platz stehen die Kathedrale und das ehemalige Rathaus. Außerdem sind der Parque Sarmiento, das Viertel Güemes, das Evita-Museum und die Paseo de las Artes echte Highlights der Stadt.

  1. Bariloche

Etwas weiter im Süden des Landes liegt Bariloche. Die Stadt, offiziell San Carlos de Bariloche, befindet sich mitten im Nahuel Huapi-Nationalpark und ist sehr beliebt zum Wandern und Skifahren. Aber auch die Stadt selbst hat viel zu entdecken.

Die Stadt in Kürze

Region: Nordpatagonien, Provinz Río Negro
Einwohner: ca. 150.000
Gegründet: 1902
Bekannt für: Seen, Berge, Schokolade, Skifahren, Wandern, Schweizer Architektur
Interessante Tatsache: Bariloche ist Argentiniens Schokoladestadt mit Dutzenden von Schokoladengeschäften entlang der Mitre-Straße

Die meisten Besucher reisen in diese Region, um den alpinen Charme und Outdoor-Abenteuer zu erleben. Die tiefblauen Seen, verschneiten Gipfel und Holzhütten sorgen für eine einzigartige Atmosphäre. Doch auch die Stadt selbst überrascht zu jeder Jahreszeit, und man kann hier definitiv mehrere Tage verbringen. Es ist eine wunderbare Stadt für alle, die Patagonien hautnah erleben möchten. Im Winter verwandelt sich Bariloche in das größte Skigebiet des Landes, mit Cerro Catedral als schönster Gipfel.

Calle Mitre ist das Herz von Bariloche. Hier findest du Schokoladengeschäfte, Boutiquen, Cafés und gemütliche Chalets. Es ist der perfekte Ort, um das einzigartige Gefühl der Stadt zu erleben. Das Centro Cívico ist das Wahrzeichen von Bariloche: Steingebäude im Chaletstil, ein Platz mit Blick auf den See sowie Skulpturen und das Museum, die die Geschichte Patagoniens erzählen. Die Stadt hat außerdem eine lebendige Bierkultur, die du entdecken kannst.

Außerhalb der Stadtmauern gibt es noch viele weitere Sehenswürdigkeiten. Unbedingt den Circuito Chico erkunden. Diese beliebte Rundroute um Bariloche ist voll von Aussichtspunkten, Seen, Kapellen und ikonischen Haltepunkten. Nimm die Seilbahn zum Cerro Campanario und erkunde den Rest des Nahuel Huapi Nationalparks. Und in Colonia Suiza fühlst du dich plötzlich wie in der Schweiz. Dieses charmante Dorf solltest du auf jeden Fall besuchen.

  1. Rosario

Rosario ist die Geburtsstadt von Lionel Messi, aber viel mehr als nur eine Fußballstadt. Hier leben die Einwohner zusammen mit dem Fluss. Der Industrihafen und die Uferpromenade sind daher sehr bedeutende Orte. Doch Rosario verfügt auch über wunderschöne Parks, moderne Kunst und historische Gebäude. Es ist eine kreative und überraschende Stadt am Paraná-Fluss.

Die Stadt im Überblick

Region: Provinz Santa Fe
Einwohner: ca. 1,3 Millionen
Gegründet: 1793
Bekannt für: Messi, Inseln, Flussboulevards, Kunst und Kultur
Interessante Tatsache: Rosario ist die Stadt, in der Manuel Belgrano die argentinische Flagge erstmals hisste

Rosario wirkt relativ groß, ist aber definitiv nicht überwältigend. Der Fluss spielt eine wichtige Rolle im Leben der Stadt. Hier gibt es schöne, grüne Uferparks und Aussichtspunkte auf die Inseln gegenüber. Das Stadtzentrum besticht durch elegante Fassaden aus dem 19. Jahrhundert, während Viertel wie Pichincha kreativ und jung wirken, mit Bars, Cafés und Märkten. Rosario ist sicherlich keine typische Touristenstadt, aber genau deshalb so spannend, hier einmal hinzureisen.

Diese Stadt atmet wirklich Kultur. In Rosario findest du einige der besten Museen des Landes. Auch innovative Galerien, Streetart und ein köstliches kulinarisches Angebot sorgen für ein authentisches, kulturelles Gefühl. Unbedingt solltest du zum Monumento Nacional a la Bandera gehen, wo die argentinische Flagge zum ersten Mal im Wind wehte. Auch die Uferpromenade Oroño und der Parque Independencia sind während deines Besuchs ein Muss. Schlendere auch durch den Mercado del Patio und spaziere entlang der Costanera. Wenn du Kunst liebst, solltest du unbedingt auch das Museo de Arte Contemporáneo besuchen.

  1. Ushuaia

Das Ende der Welt, so fühlt es sich an, wenn man an diesen Ort reist. Und das ist es eigentlich auch. Ushuaia ist die südlichste Stadt der Welt und liegt zwischen dem Beagle-Kanal und den Gipfeln der Anden.

Die Stadt in Kürze

Region: Feuerland (Tierra del Fuego), äußerster Süden Argentiniens
Einwohner: ca. 75.000
Gegründet: 1884
Bekannt für: „End of the World“, Pinguine, Feuerland-Nationalpark, Kreuzfahrten nach Antarktika
Interessante Tatsache: Ushuaia wurde um ein Straflager herum gebaut, das Alcatraz Argentiniens

Ushuaia hat zweifellos eine einzigartige Atmosphäre. Es ist eine Stadt, die sich von anderen Städten unterscheidet, mit ihrer besonderen Lage und Geschichte. Der Name Ushuaia stammt von dem Begriff, den die indigenen Yahgan-Bewohner für die Region verwendeten. Die raue und überraschend warme Gastfreundschaft machen die Umgebung zu einem unvergesslichen Reiseziel. Und diese Geschichte spürt man noch immer. Das ehemalige Straflager bestimmte beispielsweise den gesamten Straßenzug der Stadt. Entlang des Wassers sieht man noch Schiffswracks, Denkmäler und alte Kräne, die an Ushuaias Rolle als südliches maritimes Zentrum erinnern.

Was kann man in Ushuaia alles sehen und unternehmen? Spaziere entlang des Hafens und der Uferpromenade, um sofort das Flair von Ushuaia zu spüren. Wenn du mehr über das Gefängnis erfahren möchtest, solltest du das Museo Marítimo y del Presidio besuchen. Hier gibt es verschiedene Museen, in denen du mehr über das Gefängnis, das maritime Leben und die Antarktis lernst. In der Avenida San Martín, der Hauptstraße der Stadt, kannst du gemütlich bummeln und Souvenirs kaufen. Möchtest du die Stadt von einem schönen Aussichtspunkt aus bewundern? Dann besteige den Mirador de la Ciudad. Um deine Reise wirklich perfekt abzurunden, solltest du die Bootsfahrt nach Pinguin Eiland unternehmen.

BOOTSAUSFLUG: Erkunde den Beagle-Kanal und bewundere die Pinguine. Weitere Infos und Tickets.

  1. San Miguel de Tucumán

Dies ist die Wiege der argentinischen Unabhängigkeit. San Miguel de Tucumán ist der Ort, an dem Argentinien offiziell geboren wurde. In dieser warmen, nördlichen Stadt wurden Schlachten geschlagen und 1816 die Unabhängigkeit ausgerufen. Hier spürt man die argentinische Geschichte und eine lebendige Atmosphäre voller Kultur und tropischem Flair.

Die Stadt im Überblick

Region: Nordwest-Argentinien
Einwohner: ca. 650.000
Gegründet: 1565
Bekannt für: Haus der Unabhängigkeit, koloniale Plätze, Zitrusplantagen und subtropische Wälder
Interessante Tatsache: Tucumán wird „Garten der Republik“ genannt, wegen der grünen Täler und Zitrusbäume

San Miguel de Tucumán ist eine warme Stadt, und das liegt nicht nur am Klima. Die breiten Straßen pulsieren vor Leben, Jacarandabäume sorgen für eine grüne Atmosphäre in der Stadt, und die Abendmärkte machen den Tag in der Stadt perfekt. Neben dem Casa Histórica de la Independencia, wo 1816 die Unabhängigkeit ausgerufen wurde, hat die Stadt auch einen jungen und energischen Charakter. Von Universitäten bis hin zu Kunst und Straßenmusik.

In und um San Miguel gibt es viele Sehenswürdigkeiten. In der Umgebung der Stadt liegen fruchtbare Täler und subtropische Wälder, weshalb Tucumán auch ein guter Ausgangspunkt ist, um die Natur des Nordens zu erkunden. Aber in der Stadt gibt es auch einiges zu erleben. Das berühmteste Haus Argentiniens ist ein Muss, doch auch der Plaza Independencia und das Museo Folklórico sind empfehlenswert. Besuchen Sie auch den Mercado del Norte, einen lebhaften überdachten Markt. Ein schöner Ort, um Essen zu kaufen. Und um dem städtischen Trubel zu entkommen, bietet sich noch der Parque 9 de Julio an.

  1. Tilcara

Tilcara ist eine farbenfrohe Stadt, umgeben von Bergen. Diese Stadt fühlt sich an wie ein lebendiges Museum mitten in den Anden. Dieses Wüstenstädtchen in der Quebrada de Humahuaca ist umgeben von Kakteen, roten Felsen in allen Schattierungen und alten indigenen Traditionen, die noch lebendig sind.

Die Stadt im Überblick

Region: Nordwest-Argentinien
Einwohner: ca. 6.000
Gegründet: Präkolumbianische Siedlung, aber im 20. Jahrhundert wiederhergestellt
Bekannt für: Pucará de Tilcara, Andenkultur, traditionelle Märkte, Kakteen und Wüstenlandschaften
Interessante Tatsache: Tilcara ist ein künstlerisches Zentrum, Musiker und Handwerker suchen hier Inspiration

Tilcara ist eine kleine Stadt, aber wirklich sehenswert. Die staubigen Straßen und die trockene Luft sind auf ihre eigene Weise wunderschön. Auf dem zentralen Marktplatz findest du Keramik und Kräuter sowie nette Cafés und Bars. Die Stadt besitzt eine starke indigene Identität und die umliegende Landschaft wirkt fast außerirdisch. Steile Schluchten, riesige Kakteen und trockene Flussläufe vervollständigen die Atmosphäre.

Was kann man alles in der Stadt unternehmen? In Tilcara sollte man unbedingt die prä-Inka-Festung besuchen. Pucará de Tilcara thront hoch über dem Tal und vermittelt einen schönen Eindruck davon, wie die ursprünglichen Bewohner lebten. Das Museo Arqueológico Dr. Eduardo Casanova ist ebenfalls ein kleines Museum über die Kultur und Kunst der Region. Tilcara verfügt außerdem über überraschend gute Restaurants mit regionaler Küche: Quinoa, Tamales, Lama, jujeñische Empanadas und hausgemachte Eintöpfe. Vom Ort aus kann man kurze Spaziergänge entlang des Flussbetts machen oder in Richtung Hügel zu Aussichtspunkten wandern.

  1. La Plata

La Plata ist vielleicht die überraschendste Stadt Argentiniens, nicht wegen ihrer Geschichte, sondern wegen ihrer Form. Die Hauptstadt der Provinz Buenos Aires wurde im 19. Jahrhundert vollständig neu geplant, mit einer nahezu perfekten Geometrie aus Diagonalen, Alleen und Plätzen.

Die Stadt in Kürze

Region: Provinz Buenos Aires
Einwohner: ca. 750.000
Gegründet: 1882
Bekannt für: perfekter Stadtplan, neugotische Kathedrale, Museo de La Plata, Universität
Interessante Tatsache: La Plata wird „Stadt der Diagonalen“ genannt, alle sechs Blocks schneidet eine diagonale Allee das Raster

La Plata ist eine Stadt, die man nicht wegen einer einzelnen Sehenswürdigkeit besucht, sondern um die Harmonie ihrer Planung zu spüren. Der Straßenzug ist ein perfektes Schachbrett voller Plätze, Baumreihen und diagonaler Alleen. Eine solche Stadtgestaltung bringt Ruhe, Ordnung und eine fast europäische Eleganz. Die weiten Plätze, das neugotische Profil der Kathedrale und die Museen mit internationalem Flair machen La Plata zu einer intellektuellen, kulturellen Stadt, getragen von ihrer großen Studierendenpopulation.

La Plata überrascht mit einer Mischung aus Architektur, Wissenschaft und grüner Ruhe. Die beeindruckende Catedral de La Plata und der Plaza Moreno bilden das elegante Herz der Stadt, während das Museo de La Plata mit Spitzenkollektionen zu Dinosauriern, Anthropologie und Naturwissenschaften glänzt. Im weitläufigen Paseo del Bosque finden Sie das Observatorium, den Ökopark und zahlreiche Wanderwege. Das Palacio Municipal und das Teatro Argentino spiegeln das kulturelle und politische Herz der Stadt wider. Dank des einzigartigen Straßennetzes lässt sich La Plata ideal mit dem Fahrrad erkunden, entlang diagonaler Boulevards und grüner Plätze.

  1. Trelew

Trelew ist eine der unerwartetsten Städte Patagoniens: ein Ort, an dem walisische Traditionen, Dinosauriergeschichte und patagonische Winde aufeinandertreffen. Die Stadt liegt im Herzen des Río Chubut-Tals und ist das kulturelle Tor zu Punta Tombo, dem größten Pinguinreservat der Welt. Ruhig, eigenwillig und voller Geschichten.

Die Stadt im Überblick

Region: Patagonien, Provinz Chubut
Einwohner: ca. 120.000
Gegründet: 1886
Bekannt für: Walisisches Erbe, Paläontologie, Punta Tombo, Teehäuser
Interessante Tatsache: In Trelew findet man eines der größten Dinosaurierskelette, das je entdeckt wurde

Trelew ist keine Stadt, die sofort beeindruckt, sondern ein Ort, den man langsam entdecken sollte. Spaziere durch die breiten Straßen in einem gemächlichen Tempo und entdecke hier und da einen Hauch walisisches Erbe in Namen, Fassaden und Teehäusern. Die Stärke von Trelew liegt in den Museen, dem nüchternen patagonischen Charakter und dem Zugang zu einigen der schönsten Naturgebiete der Region.

Die walisischen Einwanderer hinterließen hier somit einen bleibenden Eindruck. In Dörfern wie Gaiman lebt diese Geschichte noch immer in Backsteinhäusern und traditionellen Té-Galés. Dennoch wirkt Trelew auch überraschend modern, mit Kulturzentren, Cafés, Buchhandlungen und kleinen Ateliers. Ein Ort, den man definitiv zu seiner Roadtrip-Route hinzufügen sollte. So verpasst man nicht das wichtigste paläontologische Museum Argentiniens. Hier sieht man Fossilien, patagonische Dinosaurierarten und sogar Rekonstruktionen von Riesen wie dem Patagotitan mayorum, einem der größten Dinosaurier, die je entdeckt wurden. Und vergiss auf keinen Fall die Teehäuser und walisischen Torten!


Geschreven door

Jordi De Smedt

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