Städtereise Berlin in 3 oder 4 Tagen: vollständiger Reiseplan für Ihren Städtetrip
Vollständiger Tag-für-Tag-Plan für deinen Städtetrip nach Berlin
Berlin ist eine der größten Städte Europas, mit einer Fläche, in die Paris sogar achtmal passen würde. In der Stadt gehen Geschichte und Moderne Hand in Hand, und zwischen den Überresten aus dem Zweiten Weltkrieg und dem Kalten Krieg findest du viel Street-Art, moderne Architektur sowie trendige Galerien, Geschäfte und Restaurants (mit erstklassigem vegetarischem/veganem Angebot).
Es gibt daher unglaublich viel zu sehen und zu erleben, und du kannst dich problemlos mehrere Tage darin verlieren. Wir haben speziell für dich ein Programm für drei bis vier Tage zusammengestellt, das perfekt ist, um Berlin zu entdecken!
Inhalt des Artikels
Tag 1: Die Berliner Mauer
Beginnen Sie Ihre Städtereise nach Berlin mit einem Besuch eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt: der East Side Gallery.
- Sie gelangen zuerst zum Berliner Mauermuseum. Dieses Museum zeigt die Geschichte der Mauer von ihrem Bau bis zu ihrem Fall und ist somit die ideale Einführung.
- Das Mauermuseum befindet sich direkt neben der East Side Gallery. Dies ist das bekannteste und längste erhaltene Stück der Mauer, mit einer Länge von beeindruckenden 1316 Metern.
- Nach dem Fall wurden an der Mauer 118 Gemälde geschaffen, als Symbol für Vereinigung und Frieden nach der Aufhebung der Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland.
- Spazieren Sie entlang der Mauer und machen Sie einige beeindruckende Fotos bei den bekannten Graffiti-Kunstwerken!
Jüdisches Museum
Fahren Sie anschließend mit der U-Bahn zum Hallesches Tor. Spazieren Sie hier zunächst zum Theodor-Wolff-Park. In diesem Park sind verschiedene Skulpturen und Wandmalereien an den umliegenden Gebäuden zu sehen. Gehen Sie vom Park in Richtung Lindenstraße, an der sich das Jüdische Museum Berlin befindet.
Das Jüdische Museum erzählt die Geschichte der Juden von vor etwa 2000 Jahren bis heute. Das Museum besteht aus mehreren Gebäuden, wobei das Hauptgebäude im alten barocken Collegienhaus untergebracht ist. Außerdem ist das Libeskind-Gebäude zu finden, ein modernes Bauwerk, in dem der größte Teil der Sammlung untergebracht ist. Dieser Teil des Museums besteht jedoch auch aus besonderen unterirdischen Gängen, schrägen Wänden und leeren Räumen, um ein desorientierendes Gefühl zu erzeugen.
Diese beiden Gebäude sind von ruhigen Gärten umgeben, in denen Sie auch den Garten des Exils, ein Denkmal mit schiefen Betonzylindern, auf denen grüne Pflanzen wachsen, besuchen können. Gegenüber befindet sich außerdem die W. Michael Blumenthal Akademie, in der die Bibliothek und Werkstatt des Museums untergebracht sind.
Fechterdenkmal
Nach deinem Besuch im Jüdischen Museum gehst du die Markgrafenstraße entlang zur Zimmerstraße. Wenn du auf dieser Straße nach Westen gehst, erreichst du als erstes auf der linken Seite das Peter-Fechter-Denkmal. Dieses Denkmal erinnert an Fechter, der am 17. August 1962 zusammen mit einem Kollegen die Grenze überqueren wollte. Sein Kollege konnte die Mauer erklimmen, doch Fechter wurde von den Grenzposten in Ost-Berlin erschossen. Er blieb eine Stunde lang am Boden liegen, bevor er an seinen Verletzungen starb und sein Körper abtransportiert wurde. Ein Basaltstein vor dem Denkmal markiert den Ort seines Todes.
Checkpoint Charlie
Ein Block weiter, an der Kreuzung mit der Friedrichstraße, findest du Checkpoint Charlie, die berühmte Grenzübergangsstelle zwischen Ost- und Westdeutschland. Hier war ein Stück der Grenze offen gelassen, sodass Fußgänger und Fahrzeuge die Grenze überqueren konnten. Nach dem Fall der Mauer wurde das Wachhäuschen entfernt, doch zehn Jahre später wurde eine Nachbildung wieder aufgebaut, die du noch immer besichtigen kannst.
Die Linie aus Pflastersteinen, die hier sichtbar ist, zeigt den Standort der Mauer, wobei noch ein originales Schild zu sehen ist, das die Grenze markiert. Am Kontrollpunkt sind auch Fotos von amerikanischen und sowjetischen Soldaten zu sehen, und es laufen Schauspieler in Kostümen herum, mit denen man Fotos machen kann.
Mauermuseum Haus am Checkpoint Charlie
Gleich neben dem Checkpoint Charlie befindet sich das Mauermuseum Haus am Checkpoint Charlie. Dieses kleine Museum besteht seit 1962 und wurde von einem Widerstandskämpfer gegründet, der Fluchtversuche über die Grenze dokumentierte. Mit Fotos, Dokumenten, Bildern und Gegenständen zeigt das Mauermuseum die Fragmentierung Deutschlands, daneben sind Fahrzeuge und Objekte zu sehen, die bei Fluchtversuchen verwendet wurden, darunter sogar eine Heißluftballon. Das Museum bietet außerdem eine Ausstellung über gewaltfreie Aktionen für Menschenrechte und über die NATO.
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Topographie des Terrors Zentrum
Vom Mauermuseum aus gehen Sie noch ein Block weiter und gelangen zur Niederkirchnerstraße, wo sich das Topographie des Terrors Zentrum befindet. In diesem Dokumentationszentrum können verschiedene Ausstellungen über den Zweiten Weltkrieg und den Kalten Krieg besichtigt werden. Die Geschichte wird anhand von Fotos, Bildern und Dokumenten erzählt. Auf dem Gelände des Zentrums ist noch ein Stück der Mauer zu sehen, und es gibt eine zusätzliche Ausstellung über die Geschichte des Gebäudes, das früher die Zentrale der Gestapo war.
Detlev Rohwedder Haus
Gehen Sie die Wilhelmstraße entlang in Richtung Potsdamer Platz. Unterwegs kommen Sie am Detlev Rohwedder Haus vorbei, in dem heute das Bundesministerium der Finanzen untergebracht ist. Dieses Gebäude wurde in den 1930er Jahren erbaut und war damals das größte Bürogebäude Europas. Das Gebäude liegt am Platz des Volksaufstandes von 1953, dem Platz, an dem am 16. und 17. Juni 1953 Proteste gegen die Erhöhung der Arbeitsnormen stattfanden.
Potsdamer Platz
Danach gelangen Sie auf den Potsdamer Platz.
- Dieser Platz war vor dem Zweiten Weltkrieg ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, an dem viele elegante Kaufhäuser, Luxushotels und Casinos zu finden waren.
- Hier wurden auch die ersten Ampeln der Stadt installiert.
- Während des Krieges wurde der Platz jedoch vollständig zerbombt, woraufhin die Berliner Mauer quer über den Platz gebaut wurde und er zu einer Todeszone wurde.
- Erst nach dem Fall der Mauer begann der Wiederaufbau, bei dem der Platz wieder zu einem großen Ausgehzentrum werden sollte.
- Der Platz ist heute von vielen hohen Gebäuden umgeben, darunter das berühmte Sony Center, in dem ein großes Kinokomplex zu besichtigen ist und in dem man in verschiedenen Gastronomiebetrieben einkehren kann.
- Rund um den Platz gibt es noch weitere Restaurants und Geschäfte, sodass man hier perfekt verweilen kann, um zu essen.
- Auf dem Platz ist außerdem noch eine alte Ampel zu sehen, ebenso wie ein altes Schild der S-Bahn.
- Außerdem kann man eine doppelte Reihe Pflastersteine finden, die anzeigen, wo die Mauer gestanden hat.
Tag 2: Museumsinsel
Begeben Sie sich an Ihrem zweiten Tag zum Museuminsel, um diesen Teil Berlins Mitte kennenzulernen. Die Museumsinsel ist eine Insel in der Spree, die zwischen 1830 und 1930 von den preußischen Königen erbaut wurde. Im nördlichen Teil der Insel befinden sich fünf verschiedene Museen, außerdem können Sie hier auch einen Park und den Berliner Dom besuchen. Beginnen Sie den Tag mit einem Besuch in einem oder zwei der Museen auf der Insel. Unten haben wir die verschiedenen Möglichkeiten für Sie zusammengestellt!
- Das Pergamonmuseum ist das bekannteste der fünf Museen und beherbergt eine Sammlung alter Kunstwerke und archäologischer Funde aus Osteuropa und Asien. Dabei wurden einige historische Gebäude rekonstruiert, und Sie können unter anderem das Pergamonaltaar und das Ischtar-Tor von Babylon besichtigen. Außerdem ist das Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum zu besuchen.
- Über dem Pergamonmuseum befindet sich das Bode-Museum am nördlichsten Punkt der Insel und fällt durch seinen neobarocken Stil und die Kuppel auf. Dieses Museum enthält eine Sammlung von Skulpturen aus den klassischen und byzantinischen Reichen, außerdem finden Sie dort das Münzkabinett.
- Auf der anderen Seite des Pergamonmuseums liegen die Alte Nationalgalerie mit einer Sammlung 19. Jahrhundert Kunstwerke sowie das Neues Museum, in dem Kunstwerke und Funde aus dem alten Ägypten ausgestellt sind.
- Gegenüber dem Neues Museum befindet sich das Alte Museum, das erste Museum, das auf der Insel gebaut wurde. Hier finden Sie eine Sammlung antiker Kunst sowie einen Teil des Münzkabinetts.
Berliner Dom
Gleich neben dem Alten Museum liegt die Lustgarten, mit dem Berliner Dom. Diese Kathedrale gilt oft als das schönste Gebäude Berlins und wurde im neorenaissance- und -barockstil erbaut. Der Dom wurde zwischen 1894 und 1905 im Auftrag des deutschen Kaisers Wilhelm II. errichtet und ist noch immer die größte protestantische Kirche Deutschlands. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche beschädigt, doch seitdem wurde das Innere restauriert, und es gibt Diskussionen, das Äußere ebenfalls zu restaurieren.
DDR-Museum
Überquere nach deinem Besuch auf der Museumsinsel die Brücke zum östlichen Ufer der Spree. Hier findest du direkt am Ufer, gegenüber der Kathedrale, das DDR-Museum. Dieses interaktive Museum zeigt das Alltagsleben in Ostdeutschland. Es gibt verschiedene Ausstellungen über die Stasi, die Berliner Mauer und das gewöhnliche Leben, und du kannst unter anderem Räume sehen, die so eingerichtet sind, wie sie in der DDR-Zeit ausgesehen hätten. Deine Tickets für das Museum kannst du hier online ab 9 € kaufen!
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Nikolaiviertel
Spaziere anschließend entlang des Flussufers in Richtung Nikolaiviertel. Dieses Viertel ist eines der ältesten Berlins und wirkt äußerst pittoresk. Hier findest du unter anderem die Nikolaikirche aus dem 13. Jahrhundert, die älteste Kirche Berlins. Einige der Gebäude rund um die Kirche wurden während der Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg zerstört, auch die Kirche wurde beschädigt. Die heutige Kirche ist größtenteils eine Rekonstruktion nach den alten Plänen.
Weiter im Viertel kannst du noch andere restaurierte Sehenswürdigkeiten entdecken, wie das Ephraim-Palais aus dem Jahr 1766, und am Rand des Viertels kannst du das imposante Rotes Rathaus aus dem 19. Jahrhundert bewundern. Vor dem Roten Rathaus blickst du auf einen kleinen Park mit dem schönen Neptunbrunnen, und auf der anderen Seite kannst du die St. Marienkirche sehen.
Fernsehturm
Am Ende dieses Parks steht der Fernsehturm, das ikonischste Gebäude Berlins. Der 368 Meter hohe Turm mit der bekannten silbernen Kugel an der Spitze ist von fast überall im Zentrum Berlins sichtbar. Der Turm wurde 1969 als Sendeturm eröffnet, wobei erstmals Farbfernsehen auf den beiden DDR-Fernsehsendern gezeigt wurde. Der Turm wurde schnell als Denkmal der DDR erkannt, behielt diesen Status auch nach der Wiedervereinigung Deutschlands bei.
Der Turm wird noch immer als Sendemast genutzt, ist aber vor allem für das Aussichtscenter in der Kugel bekannt, von wo aus man einen Panoramablick über die Stadt genießen kann. Kaufe deine Tickets hier im Voraus!
Alexanderplatz
Der Alexanderplatz liegt hinter dem Fernsehturm. Dieser historische Platz ist vor allem für den Turm bekannt, aber heute finden Sie hier auch viele Geschäfte. So können Sie hier die Galeria Kaufhof, ein großes Kaufhaus, besuchen. Außerdem werden im Sommer auf dem Platz zahlreiche Festivals veranstaltet, darunter ein Foodtruck-Festival.
Monbijou Park
Wenn Sie noch Zeit und Energie haben, können Sie an diesem Tag noch zurück zur Spree gehen und den Monbijou Park besuchen, der gegenüber der Spitze der Museumsinsel liegt. Dieser Park bietet am Flussufer Strandliegen an, sodass Sie hier wunderbar entspannen können. Im benachbarten James-Simon-Park finden Sie außerdem einige Bars und Cafés, sodass Sie hier die letzten Stunden des Tages bequem verbringen können.
Hackescher Markt
Für das Abendessen sollten Sie anschließend zum Hackescher Markt gehen. Hier können Sie noch schnell die Hackeschen Höfe besuchen, eine Reihe von Gebäuden mit verbundenen Innenhöfen, von denen aus Sie die besonderen Jugendstil-Fassaden der Gebäude bewundern können. Auf dem Markt selbst finden Sie viele verschiedene Cafés und Restaurants, sodass Sie hier garantiert den perfekten Ort zum Abendessen finden.
Tag 3: Stadtbummel und den Tiergarten
Spazieren Sie an Ihrem dritten Tag in Berlin als Erstes zur Gendarmenmarkt. Dies ist einer der schönsten Plätze Berlins. Der Platz trägt seinen Namen nach dem Gens d’Armes-Regiment, das hier bis zum Bau des Platzes im Jahr 1773 eine Kaserne hatte. Heute ist der Platz vor allem bekannt für die drei Bauwerke, die dort zu finden sind.
- In der Mitte des Platzes befindet sich das Konzerthaus, vor dem eine Statue des Dramatikers Friedrich Schiller steht.
- Auf beiden Seiten des Platzes stehen dann zwei fast identische Kirchen, der Deutscher Dom und der Französischer Dom.
- Der Französischer Dom ist der ältere der beiden und wurde in den ersten Jahren des 18. Jahrhunderts erbaut.
- Der Deutscher Dom wurde einige Jahre später gebaut.
- Beide Gebäude wurden im Zweiten Weltkrieg beschädigt, aber anschließend wieder aufgebaut.
Bebelplatz
Gehen Sie weiter zum Bebelplatz, dem Platz, an dem die Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933 stattfanden. Zur Erinnerung an diesen Tag finden Sie auf dem Platz eine gläserne Plattform, unter der Sie leere Bücherregale sehen können. In diesen Bücherregalen könnten alle 20.000 Bücher Platz finden, die an diesem Tag verbrannt wurden, und geben somit einen Eindruck von der Menge der zerstörten Bücher.
Der Bebelplatz ist von zahlreichen wunderschönen Bauwerken umgeben, wie der St. Hedwigs-Kathedrale, der ersten katholischen Kirche, die nach der Reformation in Preußen gebaut wurde. Auch die imposante Staatsoper befindet sich auf diesem Platz, ebenso wie die Alte Bibliothek der Humboldt-Universität, von der ein großer Teil des Campus gegenüber dem Platz liegt.
Unter den Linden
Der Bebelplatz liegt an der Straße Unter den Linden. Diese Prachtstraße erstreckt sich vom Stadtschloss auf der Museumsinsel bis zum Brandenburger Tor. Die Straße ist nach den zahlreichen Lindenbäumen benannt, die den Weg säumen. Die Straße entstand im 16. Jahrhundert als Pfad vom Schloss zu den Jagdgründen im Tiergarten, und im folgenden Jahrhundert wurde daraus eine Prachtstraße, auf der die Reichen flanierten. Entlang der Unter den Linden sind noch mehrere weitere Sehenswürdigkeiten zu bewundern, wie das Otto-Wels-Haus, die Komische Oper und verschiedene Botschaften.
Brandenburger Tor
Am Ende der Unter den Linden gelangt man zum Brandenburger Tor. Dies ist das einzige Stadttor, das Berlin noch kennt, und lag früher an der Stadtgrenze Berlins. Das Tor wurde 1734 erbaut, anschließend zwischen 1788 und 1791 im neoklassizistischen Stil umgebaut, auf Anweisung von König Friedrich Wilhelm II. von Preußen. Damit wurde die Besetzung der Republik der Sieben Vereinigten Niederlande im Jahr 1787 gewürdigt.
- Das Tor ist beeindruckende 65,5 Meter breit, 26 Meter hoch und 11 Meter tief.
- Die Statue auf dem Tor ist eine Replik des ursprünglichen Bildes, das im Zweiten Weltkrieg verschwand.
- Die Göttin Victoria ist auf einem Wagen zu sehen, der von vier Pferden gezogen wird, und symbolisierte den Sieg.
- Heutzutage gilt das gesamte Tor jedoch als Zeichen der Einheit Deutschlands.
Reichstag
Das Brandenburger Tor befindet sich am Großen Tiergarten. Wenn du jedoch zunächst am Rand des Parks nach Norden gehst, kommst du zum Reichstag.
- Dieses Gebäude wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Parlamentsgebäude erbaut, brannte jedoch später ab, woraufhin der Bundestag eine Zeit lang in Bonn tagte.
- In den 1960er Jahren wurde das Gebäude wieder aufgebaut, und nach der Wiedervereinigung Deutschlands tagte der Bundestag wieder in diesem Gebäude.
- Das Gebäude wurde dafür renoviert und erhielt eine neue Glaskuppel. In der Kuppel befindet sich ein Aussichtspunkt, von dem aus man einen herrlichen Blick über die Stadt genießen kann. Außerdem kann man von der Kuppel aus in den Sitzungssaal des Parlaments blicken.
- Möchtest du den Reichstag besichtigen? Am besten buchst du deine Tickets vorher online über diesen Link bei GetYourGuide.
Denkmal für die Opfer
Nach deinem Besuch im Reichstag kannst du in den Park eintreten.
- Gleich in der Nähe wirst du das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas entdecken, ein Gedenkstein für die während des Zweiten Weltkriegs ums Leben gekommenen Roma und Sinti.
- Wenn du etwas weiter nach Westen im Park gehst, triffst du auf ein weiteres Denkmal, diesmal für die Soldaten der Roten Armee, die unter anderem bei der Eroberung Berlins ums Leben kamen.
- Überquere die Straße und gehe über die Bremer Weg zurück in Richtung Brandenburger Tor. Laufe anschließend entlang des Parks nach Süden, wo du das Denkmal für die ermordeten Juden Europas sehen kannst. Dies ist das bekannteste Holocaust-Denkmal. Das Denkmal wurde 2005 eingeweiht und von Peter Eisenman entworfen. Es besteht aus einer wellenförmigen Fläche mit 2710 Betonkuben, die in der Höhe variieren, aber alle 95 Zentimeter von den umliegenden Blöcken entfernt sind. Die Kuben bilden eine Art Labyrinth, durch das man hindurchgehen und laufen kann, und symbolisieren die Desorientierung, Isolation und Angst, die die Juden während des Krieges empfunden haben.
- Unter dem Denkmal befindet sich auch noch ein Ausstellungsraum über die Verfolgung der Juden.
- Gehe wieder in den Park und entdecke noch einige andere Denkmäler, wie das Goethe-Denkmal und das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen.
Danach kannst du einen schönen Spaziergang durch den Park machen, ein Fahrrad mieten oder auf einer Bank sitzen, um ganz zur Ruhe zu kommen. Der Tiergarten ist Berlins größter Park und diente früher als Jagdgebiet der brandenburgischen Fürsten. Auf jeden Fall solltest du die Siegessäule besuchen, eine 67 Meter hohe Säule zur Erinnerung an den Sieg über Dänemark im Jahr 1864. Diese Säule ist bestiegbar, und von oben hast du einen tollen Blick über den Park und die Stadt. Im Westen des Parks kannst du außerdem den Zoologischen Garten und das Berliner Aquarium besuchen.
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
Beende den Tag mit einem Besuch der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Diese Kirche wurde während der Schlacht um Berlin stark beschädigt, woraufhin neben den Ruinen der alten Kirche eine neue achteckige Kirche gebaut wurde. Das Gelände wird heute auch als „Pulverdose“ und „Lippenstift“ bezeichnet, wegen der Form der Gebäude.
In der Umgebung gibt es verschiedene Restaurants, in denen du den Tag mit einem köstlichen Abendessen ausklingen lassen kannst. Du kannst auch noch ein Stück weitergehen, um das größte Kaufhaus Europas, das Kaufhaus des Westens, kurz KaDeWe, zu besuchen. Dieses Kaufhaus gibt es bereits seit 1907 und ist ein wahres Einkaufsparadies mit insgesamt sieben Etagen.
Tag 4: Nord-Mitte und mehr
Heute zuerst das Stadtzentrum mit der Straßenbahn erkunden und einen Besuch bei der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen abstatten.
- Dies ist ein Museum in einer ehemaligen Stasi-Gefängnis, in dem während des Kalten Krieges Tausende politische Gefangene festgehalten und verhört wurden, die sich gegen die DDR gewehrt hatten.
- Im Gegensatz zu den meisten Regierungsgebäuden in Ostdeutschland wurde dieses Gefängnis nach dem Fall der Mauer nicht gestürmt, wodurch die Mitarbeiter viele Beweise vernichten konnten.
- Die Geschichten, die im Museum erzählt werden, stammen vor allem von Augenzeugen und Dokumenten aus anderen Instituten.
- Bei einem Besuch wirst du von einem ehemaligen Häftling geführt, der den Besuchern persönliche Geschichten erzählen kann.
- Während der Führung gehst du an Zellen und Verhörzimmern vorbei, die noch genauso eingerichtet sind wie in der DDR-Zeit.
- Kaufe deine Tickets für das Museum hier im Voraus.
Mauerpark
Dann wieder mit der Straßenbahn ins Stadtzentrum zurückfahren und weiter zum Berlin Nordbahnhof reisen. Von hier aus entlang der Bernauer Straße in Richtung Mauerpark spazieren. An dieser Straße findest du verschiedene historische Orte, und entlang der Straße gibt es zahlreiche Informationsschilder, die beispielsweise von einem erfolgreichen Fluchtversuch über die Mauer berichten.
- Zu Beginn deines Spaziergangs kommst du zuerst zum Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer und anschließend auch zum Dokumentationszentrum und zur Gedenkstätte Berliner Mauer. Im Besucherzentrum gibt es eine Fotoausstellung über die Proteste der Berliner gegen die Mauer und das Wiederzusammenkommen von Familien und Freunden nach dem Mauerfall. Hier steht auch ein Stück originaler Mauer, und auf dem Gelände befindet sich eine Kapelle, in der die Opfer der Mauer gedacht werden.
- Weiter entfernt ist am Denkmal eine Gedenkmauer mit 136 Fotos von Menschen, die hier versuchten, aus Ost-Berlin zu fliehen und dabei ums Leben kamen.
- Danach weiter entlang der Bernauer Straße in Richtung Mauerpark. Dieses Stück Grün war einst ein Niemandsland, eingeschlossen zwischen zwei Mauerabschnitten. Im Park sind noch Mauerreste zu sehen, an denen Graffitikunstwerke entstehen. Außerdem gibt es Informationsschilder über die Mauer.
- Wenn möglich, lohnt sich ein Besuch dieses Parks am Sonntag. Tagsüber findet dort ein Flohmarkt statt, und am Nachmittag versammeln sich die Menschen im alten Amphitheater für die Bearpit Karaoke.
Kollwitzplatz
Vom Mauerpark aus gehst du weiter zur Kollwitzplatz. Früher war dies eines der ärmsten Viertel Berlins, heute zählt es zu den angesagtesten. Dieser Ort ist somit perfekt, um deinen vierten Tag ausklingen zu lassen. Rund um den Platz findest du zahlreiche Restaurants und Cafés, in denen du unter anderem köstliche Burger, vietnamesische Spezialitäten oder komplett vegane Leckereien genießen kannst. In der Nähe liegt auch der Prater Biergarten, Berlins ältester Biergarten, der bereits im Jahr 1837 gegründet wurde.
Tagesausflüge ab Berlin
Verbringen Sie längere Zeit in Berlin oder möchten Sie auch einen Tagesausflug aus der Stadt unternehmen? Außerhalb Berlins gibt es ebenfalls viel zu entdecken.
- Sie können das Konzentrationslager Sachsenhausen besuchen. Dieses Lager liegt 35 km von Berlin entfernt und ist mit dem Zug über den Bahnhof Oranienburg erreichbar.
- Auf der anderen Seite Berlins können Sie das wunderschöne Potsdam besuchen. Es liegt etwa 30 km außerhalb Berlins und ist bekannt für seine zahlreichen alten Paläste, Gärten und beeindruckenden Bauwerke.
- Besuchen Sie hier zum Beispiel das berühmte Schloss Sanssouci und spazieren Sie durch die umliegenden Gärten oder besuchen Sie das Neue Palais oder das Schloss Belvédère.
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