Den geheimen Bundesbank-Bunker in Cochem besichtigen: alle Infos, Führung & Tipps
Praktische Informationen für Ihren Besuch im geheimen Bundesbank-Bunker in Cochem, Moselregion
Besuchen Sie den ehemaligen, geheimen Bunker der Deutschen Bundesbank in Cochem, eines der bestgehüteten Geheimnisse Deutschlands. Während des Kalten Krieges lagerte die deutsche Nationalbank hier beeindruckende 15 Milliarden Deutsche Mark. Nehmen Sie an einer Führung teil und werfen Sie einen Blick in diesen spektakulären Bunker, in dem einst die größte geheime Geldreserve Deutschlands aufbewahrt wurde.
Der Bunker ist versteckt in den Hügeln des Moseltals, in der Nähe des Zentrums von Cochem. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie alles über Ihren Besuch im Bundesbank-Bunker in Cochem.
Inhalt des Artikels
Der Bundesbank-Bunker in Cochem
Cochem ist eine malerische Stadt am Fluss Mosel, die vor allem wegen ihrer idyllischen Lage im Moseltal und eines Besuchs der Reichsburg besucht wird. Doch was viele nicht wissen: In der näheren Umgebung kann man eine geheime unterirdische Bunker aus der Zeit des Kalten Krieges besichtigen, den sogenannten Bundesbank-Bunker. Früher war dies der größte geheime Geldvorrat Deutschlands, heute ein faszinierendes Museum, in dem man mehr über die Geschichte erfährt.
Geheimer Bunker der Deutschen Bundesbank
Der Bundesbank-Bunker wird auch als „geheimer Bunker der Deutschen Bundesbank“ bezeichnet, aufgrund der strengen Geheimhaltung rund um den Bau und den Betrieb. Das Bestehen des Bunkers wurde lange Zeit vor der Bevölkerung geheim gehalten. Selbst die Mitarbeiter der Bundesbank wussten nichts von seiner Existenz. Dies war eine wichtige Maßnahme, um zu verhindern, dass der Standort der finanziellen Reserven der Bundesbank bei einem nuklearen oder anderen Angriff in Gefahr gerät.
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Geschichte des Bundesbank-Bunkers
Die Geschichte des Bundesbank-Bunkers in Cochem begann in den 1950er Jahren, als die deutsche Regierung sich auf einen möglichen Atomkrieg mit der Sowjetunion vorbereitete. Im Rahmen dieser Vorbereitungen wurde die deutsche Bundesbank gebeten, einen Plan zum Schutz ihrer Gold- und Währungsreserven im Falle eines nuklearen Angriffs zu entwickeln. Außerdem befürchtete man, dass Deutschland mit einer großen Menge gefälschtem Geld aus dem Ostblock überschwemmt werden könnte, was verheerend für die Wirtschaft gewesen wäre.
- Im Jahr 1962 begann man mit dem Bau des Bunkers in Cochem, der gegen einen nuklearen, biologischen oder chemischen Angriff resistent sein sollte.
- Im Jahr 1965 wurde der Bau abgeschlossen und die ersten Geldbestände wurden im Bunker untergebracht.
- Während des Kalten Krieges wurde der Bunker regelmäßig genutzt, um große Mengen an Banknoten zu lagern, und diente als Backup-Standort für die Bundesbank in Frankfurt.
- Die Idee war, dass im Falle einer Zerstörung Frankfurts durch einen Angriff die Banknoten und Edelmetalle sicher im Bunker in Cochem aufbewahrt würden.
- Nach dem Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 verlor der Bunker seine strategische Bedeutung und wurde 1997 geschlossen.
- Im Jahr 2008 wurde der Bunker für die Öffentlichkeit als Museum geöffnet und es ist möglich, Führungen zu buchen.
Geheimer Ort und Bau des Bundesbank-Bunkers
Der Standort des Bunkers wurde sorgfältig ausgewählt und es wurden strenge Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um den Bunker vor Spionage und Sabotage zu schützen. Der Bau des Bunkers wurde von einer kleinen Gruppe von Experten durchgeführt, die Geheimhaltungsvereinbarungen unterzeichnen mussten und nur über die Teile des Gebäudes informiert wurden, die für ihre Arbeiten relevant waren. Außerdem wurde der Bunker durch zwei Wohngebäude getarnt, die für Schulungen und die Erholung der Mitarbeiter der Bundesbank dienten.
Der Bunker liegt etwa 30 Meter unter der Erde, besteht aus drei Etagen und hat eine Gesamtfläche von etwa 4.500 Quadratmetern. Das Gebäude war mit Klimaanlagen, Filtersystemen, einer eigenen Wasser- und Energieversorgung, fortschrittlicher Technologie und Sicherheitssystemen ausgestattet, sodass der Bunker im Falle eines Nuklearangriffs vollständig autonom funktionieren konnte.
ÜBERNACHTUNGSTIPP: Heute kann man im stilvollen Hotel Vintage, das bis 1993 als Ruhehaus der Deutschen Bundesbank diente, übernachten.
Besuchen Sie eine Führung durch den Bunker der Bundesbank
Das Museum des Bundesbank-Bunkers in Cochem bietet einen faszinierenden Einblick in die Geschichte des Kalten Krieges und die bedeutende Rolle, die der Bunker für die Deutsche Bundesbank spielte. Während einer Führung durch das Museum erhält man einen beeindruckenden Eindruck von der Größe und den technischen Einrichtungen des Bunkers. Anschließend wird man zum Eingang des Bunkers geführt, wo man durch eine dicke Stahltür hineingeht.
Ein Blick in die verschiedenen Räume
Während der Führung sieht man verschiedene Bereiche des Bunkers, darunter die Kontrollraum, die Geldkammern, die Schlafräume, die gesicherten Türen und mehr. Im Kontrollraum erkennt man beispielsweise die Kommunikationssysteme und Notversorgungseinrichtungen, während man in den Geldkammern die riesigen Mengen an Banknoten und Edelmetallen sehen kann, die hier gelagert wurden.
Erleben, wie es war, in dem Bundesbank-Bunker zu leben und zu arbeiten
Außerdem erhält man einen Eindruck davon, wie die Menschen in dem Bunker lebten und arbeiteten, anhand ausgestellter Objekte und audiovisueller Präsentationen. So kann man einen Blick in die Küchen, Speisesäle, den Fernsehrraum und sogar den Fitnessraum werfen.
Es gibt auch einige Erklärungen zur Architektur und Technologie, die im Bunker verwendet wurden, wie die Wasserversorgung und die Notstromaggregate, sowie zu den Sicherheitsmaßnahmen, die getroffen wurden, um den Bunker vor Eindringlingen zu schützen.
Der unterirdische Tresor
Der unterirdische Tresor war natürlich einer der wichtigsten Räume in diesem Bunker. Es war ein gesicherter Raum, in dem die finanziellen Reserven der Deutschen Bundesbank aufbewahrt und geschützt wurden. Der Tresor war speziell dafür ausgelegt, Explosionen, Brände und Wasserschäden standzuhalten. 60 Zentimeter dicke Wände aus Stahlbeton und eine 8 Tonnen schwere Tresortür. Außerdem verfügte der Tresor über eine hohe Sicherheitsstufe, um zu verhindern, dass Unbefugte Zugriff erhalten.
Bis 1974 standen für dieses Projekt insgesamt 26 Milliarden DM an Ersatzwährung (= die BBK ll) zur Verfügung. 15 Milliarden davon wurden in Cochem aufbewahrt, 11 Milliarden wurden in Frankfurt gelagert. Sie werden sehen, dass der Tresor in verschiedene Käfige unterteilt ist, die jeweils mit unterschiedlichen Schlössern gesichert sind. In jedem Käfig befand sich stets eine bestimmte Art von Banknoten: 10, 20, 50 oder 100 DM.
Im Winter 1988/1989 wurde die gesamte Reserve an Bargeld vernichtet.
Um diesen Tresor öffnen zu können, war eine Zahlenkombination erforderlich und drei separate Schlüssel, die nur Mitarbeiter aus Cochem und Frankfurt im Besitz hatten.
Öffnungszeiten und Tickets für den Bundesbank-Bunker
- Der Bunker ist nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen.
- 23.01.2004 30.06.2023: Tägliche Führungen um 11 Uhr, 12 Uhr, 13 Uhr, 14 Uhr und 15 Uhr.
- 01.07.2023 01.11.2023: Tägliche Führungen um 10 Uhr, 10.30 Uhr, 11 Uhr, 12 Uhr, 13 Uhr, 14 Uhr und 15 Uhr.
- Tickets sind jederzeit an der Kasse vor Ort oder online erhältlich.
- Erwachsenenticket: 13 €, Kinder von 8 bis 17 Jahren: 7 €, Kinder unter 8 Jahren haben freien Eintritt.
- Fotogenehmigung für den persönlichen Gebrauch: 2,50 € pro Foto.
- Aktuelle Infos auf der Website.
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Wie erreicht man den Bundesbank-Bunker?
Von Cochem können Sie den Schildern zum Bundesbank-Bunker oder zum Museum leicht mit dem Auto oder zu Fuß folgen. Da sich der Bunker in einem Wohnviertel befindet, gibt es hier nur wenige oder manchmal keine Parkplätze. Daher wird empfohlen, den Bunker-Shuttle zu nutzen oder zu Fuß vom Stadtzentrum aus zu gehen.
- Der Bunker-Shuttle fährt vom 01.05. bis zum 01.11. ab dem zentralen Busbahnhof Endertplatz in Cochem (Standort anzeigen).
- Für ein Standardticket bezahlen Sie 3 € pro Person.
- Eine Hin- und Rückfahrt kostet 6 €.
- Kinder bis 11 Jahre zahlen 1,5 €.
- Vom Marktplatz in Cochem sind es etwa 25 Minuten zu Fuß bis zum Bunker.
Lage des Bundesbank-Bunkers auf der Karte
Wo in der Nähe des Bundesbank-Bunkers übernachten
Möchten Sie in der Nähe des beeindruckenden Bundesbank-Bunkers Cochem übernachten? Unten haben wir einige schöne Unterkünfte für Sie aufgelistet oder sehen Sie sich direkt das Gesamtangebot an Hotels & B&B in Cochem und Umgebung an.
- Hotel Vintage Am Bundesbank-Bunker liegt direkt am Bunker und bietet stilvolle Unterkünfte mit einem umfangreichen Frühstücksbuffet. Das Gebäude war bis 1993 eine Ruheeinrichtung der Deutschen Bundesbank. Weitere Infos und Buchungen.
- Hotel Hegenbarths ist ein Superior-3-Sterne-Hotel in Cochem und bietet einen Blick auf die Mosel und die Altstadt. Das Hotel liegt 400 Meter vom Bunker entfernt. Weitere Infos und Buchungen.
- Möchten Sie lieber in einem Apartment übernachten? Dann ist IchZeit Aparthotel vielleicht genau das Richtige für Sie. Das Aparthotel bietet geräumige, moderne Unterkünfte, einen Balkon, Blick auf den Garten, eine voll ausgestattete Küchenzeile sowie morgens ein Frühstücksbuffet und ein kontinentales Frühstück. 650 Meter vom Bunker entfernt. Weitere Infos und Buchungen.
Video: Machen Sie einen Spaziergang durch den Bundesbank-Bunker
Bist du neugierig auf deinen Besuch im Bundesbank-Bunker in Cochem? Im folgenden Video kannst du mit uns in den Bunker hinabsteigen. Wenn du alles selbst mit allen Sinnen entdecken möchtest, solltest du natürlich nach Cochem reisen.
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