27 der schönsten Sehenswürdigkeiten im Pajottenland: Was sehen und erleben?

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27 der schönsten Sehenswürdigkeiten im Pajottenland: Was sehen und erleben?

Die schönsten Orte und Sehenswürdigkeiten im Pajottenland besuchen + Übernachtungstipps

Das Pajottenland ist eine wunderschöne Region voller sanfter Hügel, Brabantstuten, Schlossgüter und Brauereien. Vor fünf Jahrhunderten malte Pieter Bruegel seine schönsten Werke inmitten der Pajottenland-Landschaft. Entdecken Sie all diese Schönheiten selbst, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto. Das Pajottenland, gelegen im grünen Gürtel rund um Brüssel, hält zahlreiche Überraschungen bereit.

In diesem Blogbeitrag entdecken Sie die schönsten Orte und Sehenswürdigkeiten im Pajottenland.

Praktische Informationen für Ihren Besuch im Pajottenland

Dauer 1 bis 7 Tage ()
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Unterkünfte Empfohlene Unterkünfte im Pajottenland sind:

Inhalt des Artikels

  1. Karte mit Sehenswürdigkeiten im Pajottenland

  1. Halle und die St.-Martins-Basilika

Halle, gelegen zwischen Brüssel und dem Pajottenland, ist bekannt für ihren Karneval, das Hallerbos und ihre (Gueuze-)Biere. Es ist eine kleine Stadt in der sich Erbe und trendige Orte abwechseln. Die Mischung aus jahrhundertealten Traditionen und moderner Stadterneuerung liegt hier in der Luft. Wer die Stadt zum ersten Mal besucht, kann unsere Stadtrundgang durch das Zentrum von Halle als Orientierungshilfe nutzen.

Diese Wanderroute führt dich entlang des Flusses Zenne und zu einigen Top-Sehenswürdigkeiten wie dem Großen Markt, auf dem das historische Rathaus erstrahlt, zusammen mit dem Denkmal von Adrien François Servais (ein berühmter Cellist und Komponist) und dem Regionalmuseum Den AST, wo du mehr über die Stadt und ihre Traditionen erfahren kannst.

Sint-Martinusbasilika in Halle

Das Highlight von Halle ist die Sint-Martinusbasilika, die Heimat der „schwarzen“ Madonna (auch bekannt als „Schwarze Madonna“, weil die Statue stets schwarz war).

Die Schwarze Madonna kennt verschiedene Legenden, darunter die von 32 Kanonenkugeln. So wurde Halle im Jahr 1489 von Philipp von Kleve angegriffen, die Stadtmauer konnte den Angriff abwehren, und wie die Legende besagt, war dies dank Maria, die die Kanonenkugeln in ihren Mantel auffing. Dadurch wurde Marias Mantel schwarz. Hinter der Basilika sind die Kanonenkugeln noch sichtbar.

Hier kannst du einige Meisterwerke der europäischen Kunstgeschichte bewundern. Sieh, wie das Licht durch die Glasfenster fällt, zünde eine Kerze an und finde hier einen Moment der Ruhe. Der Bau dieses gotischen Bauwerks begann im Jahr 1341. Im Jahr 1993 wurde die Kirche zum geschützten Denkmal erklärt und im Jahr 1946 von Papst Pius XII. zur Basilika erhoben. Es ist nach wie vor ein beliebter Wallfahrtsort.

Betrachte von außen die Kuppel rechts vom Turm. Sie ist innen hohl und während des Zweiten Weltkriegs wurde sie regelmäßig als Versteck für Flüchtende vor den deutschen Besatzern genutzt. Die Basilika ist täglich zwischen 8.00 und 17.30 Uhr geöffnet.

ÜBERNACHTUNGSTIPP: Auf der Suche nach einer angenehmen Unterkunft in Halle? B&B Huis Nest Logies bietet drei Schlafzimmer mit eigenem Bad, einen ruhigen Garten und morgens ein kontinentales Frühstück.

  1. Entdecke die Street Art in Halle

Unsere Stadtführung durch Halle beginnt am Bahnhof von Buizingen, einem Stadtteil von Halle. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um die Street Art an den Wänden des Bahnhofs zu betrachten. Etwa dreißig Künstler haben hier im Auftrag von Halle zum Thema „Vergangenheit“ gearbeitet. Auch im Bahnhof von Halle können Sie Street Art Werke bewundern, die im Rahmen desselben Projekts entstanden sind. 24 Künstler haben hier zum Thema „Sternbilder“ an der 180 Meter langen Bahnhofswand gearbeitet. Können Sie die Sternbilder erraten?

  1. Hallerbos

Der Hallerbos markiert die westliche Seite der Brabantischen Wälder, einer Landschaft, die sich über das Zoniënwoud und das Dijle-Tal bis hin zum Heverleebos und dem Meerdaalwald erstreckt. Während und nach dem Ersten Weltkrieg wurden im Wald große Fällungen vorgenommen, zwischen 1930 und 1950 erfolgte eine Wiederaufforstung. Die Bäume sind daher noch relativ jung.

Heute umfasst der Wald etwa 622 Hektar, davon 100 Hektar als Waldreservat und 5 Hektar als Naturschutzgebiet. Es durchziehen vier tiefe Talzüge den Wald.

Im Frühling erhält der Hallerbos sein schönstes Gewand: Wilde Narzissen, Buschwindröschen, wilde Hyazinthen und Bärlauch blühen dann.

Die wilden Buschhyazinthen, die in diesem bewaldeten Gebiet des Hallerbos blühen, haben dem Wald den Spitznamen „Blauer Wald“ gegeben. Hier findet man außerdem eine der größten Populationen von Feuersalamandern in Flandern.

  1. Malakoff-Domaine

Das Malakoffgelände wurde 2009 zum schönsten Ort in Halle gewählt und darf diesen Titel sicherlich erneut erhalten. Es ist eine wunderschöne Naturlandschaft rund um den „mittelalterlichen“ Malakoffturm. Auf den ersten Blick mag der Turm jahrhundertealt erscheinen, ist aber überhaupt nicht mittelalterlich. Es war der Geneverbrenner und damalige Bürgermeister Paul Claes, der ihn 1854 auf seinem Schlossgelände errichten ließ. Auch die Naturlandschaft ließ er anlegen.

Der Name „Malakoff“ stammt von einer berühmten Schlacht, die am 7. September 1855 während des Krimkriegs stattfand. Paul Claes, der „Geneverbaron“, ließ die „Schlacht von Malachov“ einst bei einem Gartenfest auf seinem Gelände nachstellen. Seitdem trägt der Turm diesen Namen. Den Turm kann man über eine Wendeltreppe besteigen, und von oben bietet sich ein schöner Blick auf das Zenne-Tal.

  1. Brouwerij Boon

In den 1970er Jahren erweckte Braumeister Frank Boon hier an der Zenne die Brautradition wieder zum Leben. Er taufte seine Brauerei: Brauerei Boon. Heute reifen hier mehr als 2 Millionen Liter Lambiek in den Lagerräumen. Damit ist sie die größte familiengeführte Lambiek-Brauerei der Region. Derzeit führen die Söhne von Frank, Jos und Karel, das Unternehmen weiter. Im Jahr 2013 wurde die Brauerei erweitert und modernisiert.

Hier kannst du an einer geführten Tour teilnehmen, bei der du mehr über die Geschichte der Brauerei, den Brauprozess, die spontane Gärung von Lambikbieren, die Menge an Kirschen, die hier jährlich für die Kriekbiere verwendet werden, ... und vieles mehr erfährst! Natürlich endet eine solche Führung mit einer Verkostung all dieser Köstlichkeiten. Du musst übrigens nicht mit leeren Händen nach Hause gehen, im Biershop kannst du deine Lieblingsbiere einkaufen. Mehr Infos auf der Website.

WANDERTIP: Folge unserem Spaziergang in Lembeek durch das Dorfzentrum mit gemütlichen Biercafés, wandere zur Malakoffturm im grünen Malakoff-Domäne und beende den Tag mit einem Besuch bei der Brauerei Boon.

  1. Herman Teirlinck-Haus

Das Haus von Herman Teirlinck ist heute ein Treffpunkt für Schriftsteller, Künstler, Leser und Spaziergänger. Herman Teirlinck war eine der vielseitigsten kulturellen Persönlichkeiten unserer nationalen Geschichte. Sein Wohnhaus erhielt im Jahr 2017, 50 Jahre nach seinem Tod, eine neue Bestimmung: einen Ort der Begegnung. Es ist ein wunderschönes Gebäude mit einem ebenso schönen Garten. Der Architekt Henri Van de Velde beriet bei der Gestaltung des Hauses. Das Haus kann auf Anfrage oder an bestimmten Terminen besichtigt werden. Weitere Informationen auf der Website.

  1. FeliXart Museum

Das FeliXart-Museum in Drogenbos ist dem flämischen Maler Felix De Boeck gewidmet. Felix war zunächst ein Bauer, der nur sonntags malte. Der Hof, in dem er mit seiner Frau lebte, befindet sich auf demselben Gelände, auf dem das Museum eingerichtet wurde, und ist gut erhalten geblieben. Neben einem Besuch im Museum kannst du den Hof mit einem Führer entdecken. Unbedingt auch einen Spaziergang auf dem grünen Gelände von etwa 5 Hektar Größe machen, das im Besitz war.

Das Museum wurde 1996 eröffnet und ist ein modernes Gebäude mit vielen Glasflächen. Neben Werken von Felix De Boeck und Filmfragmenten sowie Texten über den Künstler gibt es auch stets eine temporäre Ausstellung zu anderen Künstlern zu bewundern. Felix De Boeck gilt als Pionier des abstrakten Modernismus in Belgien. Seine Selbstporträts und seine persönliche Lebensgeschichte sind eindrucksvoll. Weitere Infos auf der Website.

  1. Cort Destillerie

Die Cort Distillery liegt in Pepingen, einem wunderschönen Teil des Pajottenlandes. In einem alten Obsthof werden heute Getränke wie Gin, Brandy, Genever, Pastis und Wodka destilliert. Sie entscheiden sich dafür, den Großteil der Rohstoffe selbst herzustellen. An jedem ersten Sonntag im Monat können Sie an einer geführten Besichtigung der Brennerei teilnehmen, gefolgt von einer Verkostung. Auch wer keine Führung macht, ist herzlich eingeladen, etwas zu trinken. Mehr Infos auf der Website.

LESETIPPS: Entdecken Sie noch mehr von dieser Region mit unserem Reiseführer Pajottenland und Zennevallei.

  1. Naturschutzgebiet Wolfsputten

Eine der schönsten Naturlandschaften in Dilbeek findet man im Naturpark Wolfsputten, der 90 Hektar umfasst. Dieses ehemalige Sandsteinbruch ist eines der wichtigsten Naturschutzgebiete in Flandern, aufgrund seiner Größe, Artenvielfalt, geologischen Struktur und reichen Geschichte. Hier wurde im 15. Jahrhundert die „Steen van Dyelbeke“ hergestellt: ein Kalkstein, der bei gotischen Baumeistern äußerst begehrt war.

Spaziere entlang schmaler, bewaldeter Wege, offener Felder, Obstgärten, Wiesen, Felder und Stege. Du siehst Pferde grasen und hörst die Vögel zwitschern. Doch vor allem bleiben die wunderschönen Ausblicke auf die sanft gewellte Landschaft im Gedächtnis. Das Highlight ist die Aussichtsplattform (Standort anzeigen), von der aus man bei schönem Wetter nicht genug bekommen kann von dem malerischen Panorama vor den Augen, egal zu welcher Jahreszeit.

  1. Kulturzentrum Westrand

Westrand, das kulturelle Zentrum von Dilbeek, besticht durch eine auffällige brutalistische Architektur. Architekt Alfons Hoppenbrouwers entwarf dieses Labyrinth aus Beton und großen Glasfenstern. Als architektonisches Design war es für seine Zeit (1968) ziemlich revolutionär. Die verschiedenen Säle und Räume sind durch breite Flure verbunden, sodass gleichzeitig unterschiedliche Aktivitäten stattfinden können, ohne sich gegenseitig zu stören. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Weitere Informationen auf der Website.

  1. Tramstation Schepdaal

Die Tramsite von Schepdaal ist einzigartig und einen Besuch wert. Sowohl jung als auch alt sind hier begeistert. Die Anlage gilt als Wiege des öffentlichen Nahverkehrs im Pajottenland und verband die Region mit der Stadt Brüssel, um Güter zu transportieren. Am 26. Mai 1962 wurde das Museum offiziell eröffnet. Im Jahr 2019 erfuhr es eine Umgestaltung und wurde unter dem Namen „Tramsite Schepdaal“ wieder eröffnet.

Diese Abstellhalle mit Lagerhäusern und Nachbarschaftsstation stammt aus dem Jahr 1887 und ist die einzige aus dieser Zeit, die noch vollständig erhalten ist. Die Anlage wird von Freiwilligen betrieben, die gerne weitere Geschichten erzählen. Du kannst auch nach einem Audioguide fragen. Am Empfang findest du außerdem Informationsbroschüren und regionale Produkte.

Bei einem Besuch der Tramsite..

  • Lerne mehr über die Belle Époque und das industrielle Erbe anhand von Fotos und Filmen aus längst vergangenen Zeiten.
  • Du kannst und das ist vielleicht das Schönste auch zahlreiche außergewöhnliche Dampf-, Diesel- und Elektromotorwagen von innen und außen betrachten.
  • Erfahre alles über die Geschichte der Nationalen Gesellschaft der Vorortbahnen in Belgien.
  • Weitere Infos auf der Website.

TIPP: Ein weiterer Tipp ist ein Besuch im Eisenbahnmuseum Train World in Schaarbeek, das nur 25 Minuten von Schepdaal entfernt liegt. Das Museum befindet sich im alten Bahnhof von Schaarbeek und ist der ideale Ort für Eisenbahnliebhaber. Hier kannst du deine Tickets bestellen.

  1. Pedemolen

Die Pedemolen (Kurzform für die Wassermühle von Sint-Gertrudis-Pede) stammt aus dem 14. Jahrhundert. Seit damals, und noch immer, wird in dieser Mühle Getreide gemahlen. Und sie funktioniert noch immer, genau wie vor hunderten Jahren, mit Wasserkraft.

Dabei ist die Pedemolen noch eine der wenigen funktionierenden Wassermühlen im Pajottenland. Die ursprüngliche Mühle stammt aus dem Jahr 1393, wurde aber nach einem Brand im 18. Jahrhundert wieder aufgebaut.

Der letzte Müller arbeitete hier bis 1965. Danach kaufte die Gemeinde Dilbeek die Anlage und restaurierte das Bauwerk. Pieter Bruegel der Ältere soll die Mühle auf verschiedenen Gemälden verewigt haben. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Mühle Vorlage für die Wassermühle in den Gemälden „Die Rückkehr der Herde“ und „Der Elster und das Schafott“ war. Auf dem Innenhof steht eine einzigartige Hundemühle, die zum Buttern geschlagen wurde. In der Pedemolen finden regelmäßig öffentliche Mahl- und Backtage statt.

  1. In Rustberg

Fans des Radrennfahrers Remco Evenepoel sollten unbedingt einmal bei der Scheestraat Nummer 129 (Lage anzeigen) in Schepdaal vorbeischauen. Hier befindet sich das Fan-Café des belgischen Spitzensportlers. Wenn Remco Evenepoel ein Rennen fährt, ist das Café voll mit Unterstützern, die ihren Radhelden live auf der großen Leinwand verfolgen. Zu Ehren von Remco Evenepoel wurde die Außenfassade des Cafés mit einem Wandbild des jungen Radfahrers verschönert.

FAHRRADRUNDFAHRTEN: Sind Sie genauso begeisterter Radfahrer wie Remco? Dann entdecken Sie unbedingt unsere schönsten Fahrradrouten im Pajottenland.

  1. Der Schlosspark von Gaasbeek und die Kapelle St. Gertrud

Der Schlosspark von Gaasbeek erstreckt sich über 49 Hektar und wurde im 17. Jahrhundert angelegt. Heute wird er vom Agentur für Natur und Wald verwaltet. Den größten Teil nimmt ein prächtiger Laubwald ein. Hier findet man auch die höchsten Buchen Belgiens. Einige Bäume sind über 300 Jahre alt.

Im Park stehen noch einige historische Gebäude, die mit dem Schloss verbunden sind: die Sint-Gertrudiskapelle, das ehemalige Konversationshaus und der Triumphbogen, der zu Ehren Napoleons errichtet wurde.

Die barocke Sint-Gertrudiskapelle stammt aus dem Jahr 1625. Renaat van Renesse, Graf von Warfusee und damaliger Herr von Gaasbeek, ließ diese schöne Kapelle erbauen. Das Altarbild stammt von Gerard Seghers.

  1. Schloss Gaasbeek

Das Schloss von Gaasbeek wirkt wie aus einem Märchen entsprungen, so beeindruckend ist es. Man könnte meinen, es stamme aus dem Mittelalter, doch seine heutige Form besteht erst seit etwa hundert Jahren. Es war die exzentrische Markgräfin Arconati Visconti, die die Burg in eine prächtige Residenz im Neorenaissancestil umbaute. Sie füllte sie zudem mit ihrer beeindruckenden Kunstsammlung.

Am Ende ihres Lebens (sie starb 1923) schenkte sie ihr Schloss dem belgischen Volk. Heute gehört es der flämischen Regierung, die es als Museum eingerichtet hat.

Besuchen Sie das Schloss und spüren Sie den Glanz vergangener Zeiten. Das Schloss ist vom 31. März bis zum 3. November täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, außer montags. Weitere Informationen auf der Website.

Museumsgarten von Gaasbeek

Der Museumsgarten ist von Weltniveau und daher unbedingt einen Besuch wert. Neben wunderschönen Blumen, Pflanzen und Kunstwerken erzählt der Garten die Geschichte der flämischen Gärtner und Obstbauern, die zu den besten der Welt gehörten. Das Amt für Natur und Wald gestaltete den Garten nach dem Vorbild eines eleganten Schlossgartens um 1900. Der Museumsgarten ist vom 1. Mai bis zum 31. Oktober geöffnet (montags geschlossen).

LIEBLINGSTIPP: Für Schlossliebhaber unter uns gibt es noch mehr schöne Schlösser im Pajottenland zu entdecken.

  1. Hertboommühle (Zepposmühle)

Die Hertboommühle, besser bekannt als die Zepposmühle, wurde in Flandern in den 1960er Jahren durch die Fernsehsendung „Kapitein Zeppos“ berühmt. Neben der Windmühle können Sie auch im Schuppen des Molenhofs das Hertboommuseum besuchen. Das Museum zeigt anhand von Karten, Dokumenten, Fotos und auch Geschichten, wie die Mühle gelebt hat und noch immer weiterlebt (Hier das Video ansehen).

  • Die Mühle ist von Mai bis September an allen Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet, sowie jeden Sonntag von Oktober bis April.
  • Das Hertboommuseum ist jeden dritten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
  • Gruppenbesuche sind nach Vereinbarung an anderen Tagen möglich, weitere Informationen auf der Website.
  1. Charmante Cafés im Pajottenland

Nostalgie im Volkscafé De Cam

Das Volkscafé De Cam strahlt voll und ganz Nostalgie aus. Die Wände sind dekoriert mit Gegenständen aus vergangenen Zeiten (Puppen, Reklame-Schilder, Plakate, ...) und die Speisekarte ist im Gooiks Dialekt verfasst. Hier genießen Sie regionale Gerichte wie Blutwurst mit Apfelmus und gebratene Bällchen mit Kirschen. Achtung: Montags und dienstags geschlossen. Hier finden Sie weitere Informationen.

Café in der Versicherung gegen den großen Durst

In der Versicherung gegen den großen Durst, auch bekannt als „das Café mit dem längsten Namen und den kürzesten Öffnungszeiten“, befindet sich ein legendäres Café im Pajottenland. Dieses gemütliche Wirtshaus versetzt Sie zurück in die 1950er Jahre. Die authentischen Böden, Balken, Theke und die nostalgischen Reklameschilder machen es zu einem echten Hingucker.

Ein weiterer interessanter Fakt: Das Café wurde mehrfach zum „besten Bierziel der Welt“ gewählt. Das verdankt es unter anderem der umfangreichen Bierliste, die dort verkostet werden kann, sowie vor allem dem Angebot an regionalen Bieren wie Geuze, Kriek und Lambiek. Achtung, das Café ist nur sonntags von 10 Uhr bis 22 Uhr geöffnet. Mehr Infos auf der Website.

Café Den Haas, das älteste Café im Pajottenland

Nur fünf Minuten mit dem Auto vom Hertboommolen entfernt, finden Sie das Café Den Haas, das aus dem Jahr 1871 stammt. Es ist das älteste Café in der Region und bietet köstliche regionale Biere wie Geuze und Kriek. Auf der Terrasse dürfen Sie Ihr Picknick genießen, vorausgesetzt, Sie konsumieren ein Getränk. Kein Picknick geplant? Bestellen Sie eine Bauernbutterbrot mit einer Tasse Kaffee oder Quark.

Das Café ist auch bekannt für seine Erd-„Bollenbahn“, auf der noch immer das jahrhundertealte Platbol-Spiel gespielt wird, bei dem man eine harte hölzerne Scheibe so nah wie möglich an eine aufrechte Federkiel rollen muss. Das Café ist dienstags, mittwochs, donnerstags und freitags geschlossen. Weitere Infos auf der Facebookseite.

  1. Mostinckx-Hütte

Das Haus Mostinckx ist ein wunderschön erhaltenes Lehmhäuschen, zugleich das älteste Haus in Sint-Martens-Bodegem. Das kleine Gebäude wurde im Jahr 1777 aus natürlichen Materialien wie Lehm, Holzbalken und einem Strohdach errichtet. Ein Bauernhaus durfte nicht viel kosten, glücklicherweise stellte die Natur fast alle Baumaterialien bereit.

Seit 1981 ist es als Denkmal geschützt. Man kann das Häuschen besichtigen und landwirtschaftliche Geräte sowie Haushaltsgegenstände (wie einen Leuvener Ofen) aus vergangenen Jahrhunderten (wieder)entdecken.

  1. Waer Waters

Benötigen Sie eine Portion Entspannung? Dann planen Sie unbedingt einen Tag im Waer Waters. Das Wellnesszentrum Waer Waters befindet sich in Groot-Bijgaarden und ist der perfekte Ort, um zur Ruhe zu kommen und dem Alltagsstress zu entfliehen. Mit einem Zen-Paradies von 12.000 m², beheizten Schwimmbädern, Jacuzzis, Saunen, Schwimmteichen und Relaxräumen ist hier echtes Wohlbefinden garantiert. Außerdem können Sie sich auch auf Körperbehandlungen, Peelings und Meditationssitzungen freuen.

Wie könnte man einen entspannten Tag besser abschließen, als die Geschmacksknospen im Restaurant des Wellnesskomplexes zu verwöhnen? Und wer es ganz perfekt machen möchte, kann eine Übernachtung im Waer Waters Spa Hotel dazu buchen.

  1. Brauerei De Troch

Brouwerij De Troch ist vor allem für ihre Fruchtbiere bekannt. Es ist die einzige Lambik-Brauerei, die traditionelle Geuze mit exotischen Geschmacksrichtungen mischt. Denken Sie an Aromen wie Banane, Aprikose, Kirsche, Himbeere, Zitrone und Erdbeere.

  • Die Brauerei produziert 14 verschiedene Biersorten, was etwa 824 Liter pro Tag entspricht.
  • Es handelt sich um eine kleine, handwerkliche Brauerei, die natürliche Produkte verwendet.
  • Die Geschichte der Brouwerij De Troch reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück, als an derselben Stelle bereits Bier von Pieter De Troch gebraut wurde.

Man kann also von einem Familienbetrieb mit Erfahrung sprechen. Die Anlage ist nahezu unverändert geblieben, ein echtes Kulturerbe-Schmuckstück. Probieren Sie die Biere im ‚Beer Garden‘ oder reservieren Sie eine Führung durch die Brauerei. Mehr Infos auf der Website.

LESER-TIP: Entdecken Sie noch mehr Brauereien im Pajottenland.

  1. Der Dicke von Pamel

Victor De Klerck war eine bekannte Persönlichkeit in Pamel. Er fiel schon bald durch sein Gewicht und seinen Umfang auf. Es wird gesagt, dass er zu einem Zeitpunkt in seinem Leben mehr als 200 kg gewogen hat. Er suchte oft Abkühlung im Dender, wo man heute eine Skulptur von ihm bewundern kann. Menschen, die am Jachthafenweg oder mit Booten vorbeikamen, gaben ihm schnell den Spitznamen „Den Dikke van Pamel“ (Standort ansehen).

  1. Sint-Waltrudismühle und die Boesmühle

Die Sint-Waltrudismühle (oder Hernemühle) wird umgangssprachlich auch die „Mühle von Looiken“ genannt, nach dem letzten Müller. Die Geschichte der Mühle reicht bis ins Jahr 1219 zurück. Damals war die Mühle an der Mark ein Bannmühle: Pächter mussten hier ihr Getreide mahlen lassen und einen Teil an den Herrn abgeben. Heute ist die Mühle in ein Wohnhaus umgewandelt worden.

Ähnlich wie die Sint-Waltrudismühle wird die Boesmühle erstmals im Jahr 1219 erwähnt. Damals trug sie noch den Namen „Bossemel“. „Mel“ steht für Mühle, „bosse“ bezieht sich auf die waldreiche Umgebung. Die Mühle wurde bis 1963 betrieben und, ebenso wie die Hernemühle, in ein Wohnhaus umgewandelt.

  1. Landschaftskubusse

Die Landschaftskuben in Herne wurden von (H)echtes Herne realisiert, einem lokalen Denkplattform, die das Ziel hat, Menschen zusammenzubringen. Insgesamt gibt es vier Kuben, die über ganz Herne verteilt sind. Die Namen beziehen sich auf die Welt des Malers Pieter Bruegel. Jede Kubus hat ein eigenes Design, bietet aber stets einen herrlichen Ausblick, um sich eine Pause zu gönnen. Es ist eine Sitzgelegenheit vorhanden, die den perfekten Blick bietet.

  • Die erste Hernser Kubus befindet sich auf dem geschützten Kulturerbe-Gelände des alten Kartäuserklosters (Lage anzeigen).
  • Der Kubus Icarus liegt verborgen im Aerebeek-Tal (Lage anzeigen). Durch die Löcher in der Wand entsteht ein schönes Lichtspiel, wenn die Sonne scheint. Der Name bezieht sich auf das Gemälde \u201eDer Fall des Ikarus\u201c.
  • Der Kubus Mayken befindet sich auf einem Hügelrücken (Lage anzeigen) und bietet einen beeindruckenden Blick auf die umliegenden Dörfer wie Bogaarden, die Kirchen- und Klosteranlage von Heikruis, und bei klarem Wetter sogar die Skyline von Brüssel.
  • Der letzte Kubus (D)ulle Griet in Sint-Pieters-Kapelle hat ein herzförmiges Fenster mit Blick auf die Kirche von Edingen (Lage anzeigen).
  1. Arbeiterlampe, Bahnhof von Tollembeek

An der Bahnsteig des Bahnhofs Tollembeek sieht man eine große Bergarbeiterlampe. Dies steht aus einem bestimmten Grund hier. Mitte des letzten Jahrhunderts verließen viele Bergleute aus dieser Region (auch aus Galmaarden, Viane und Herne) die Gegend, um nach Charleroi zu fahren und dort in den Minen zu arbeiten. Die Bergleute wurden auch Fossemänner genannt.

  1. Urbanus von Anus

Urbanus von Anus, wer kennt den Schelm nicht? Die Statue war eine Idee von Urbanus selbst, und er bezahlte auch die Kosten. Seit 2008 kann man die bronzene Figur von Urbanus und seinen Comic-Freunden Amedee, der sprechenden Fliege, und Nabuko Donosor, einem aus zwei Teilen bestehenden Hund, im Zentrum von Tollembeek bewundern.

Urbanus ist ein echter Pajottenlander. Er wuchs in Sint-Gertrudis-Pede auf, lebte eine Zeit lang in Sint-Katharina-Lombeek und ist seit 1994 Einwohner von Tollembeek.

Die Statue wurde vom Bildhauer Koenraad Tinel geschaffen. Sie wiegt etwa 400 kg. Werfen Sie unbedingt einen Blick auf die Rückseite des Sockels. Dort sehen Sie eine Kaatshandschuh und eine leere Nische. Wenn Sie am Handschuh ziehen, erscheint ein Kirchturm-Hahn. Der Kaatssport war in dieser Region sehr populär (und ist es vielleicht noch) und der Hahn verweist auf die Legende des verschollenen Bildes auf dem Kirchturm.

  1. Katzensport

Kaatsen besteht schon viel länger als Fußball, doch ist es eine weniger bekannte Sportart. Das liegt daran, dass die Sportart nur in einem Teil des Landes ausgeübt wird. Im südlichen Teil des Pajottenlands, im Zenne-Tal und in der Denderregion gibt es heute noch einige flämische Vereine. Doch jedes Jahr werden es weniger und weniger. Es bleibt hier jedoch eine beliebte Kneipensportart. Auf der anderen Seite der Sprachgrenze wird noch intensiver gekaxt.

  1. Wo übernachten im Pajottenland?

Möchten Sie ein Wochenende verbringen, um all die Schönheiten des Pajottenland selbst zu entdecken? Dann benötigen Sie natürlich eine Unterkunft. Ob Sie während Ihres Aufenthalts verwöhnt werden möchten oder lieber bei einem Bed & Breakfast zu Gast sind unten haben wir einige schöne Adressen für Sie aufgelistet oder sehen Sie sich gleich das komplette Angebot an Hotels und Apartments im Pajottenland an.

  • Übernachten im Hallerbos? Dann ist Hallerbos B & B im Bluebell Forest eine absolute Empfehlung. Genießen Sie morgens ein köstliches Frühstück auf Ihrer eigenen Terrasse mit herrlichem Blick über den Hallerbos und das zwitschernde Vogelgezwitscher im Hintergrund. Außerdem bietet die B & B ein saisonabhängiges Schwimmbad, kostenlose Fahrräder und die Möglichkeit, eine Ballonfahrt über den Hallerbos zu unternehmen, mehr Infos und Preise.
  • B & B Het Verblijf liegt nur einen Spaziergang vom Schloss Gaasbeek entfernt. Die Eigentümer haben ihren Traum verwirklicht, einen eigenen Yogaraum zu eröffnen, was ein bisschen aus dem Ruder gelaufen ist. Heute können Sie dort in charmanten Zimmern übernachten, ein frisches Bio-Frühstück mit regionalen Produkten auf dem sonnigen Innenhof genießen und die Umgebung mit dem Fahrrad erkunden, mehr Infos und Preise.
  • Aufenthalt in der neo-palladianischen Villa aus dem 19. Jahrhundert des Cellisten François Servais. Villa Servais in Halle verfügt über 8 luxuriöse Gästezimmer, einen Musiksaal, ein gemütliches Tearoom, kostenlose Fahrräder, Privatparkplätze und eine Terrasse, mehr Infos und Preise.
  1. Laden Sie Ihren kostenlosen Stadtführer Pajottenland herunter

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Pajottenland und Zenne-Tal

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Geschreven door

Yenthe Elsen

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